Was wir uns heute noch alle mit ungesundem Zucker vollstopfen. Und, um es kalorienärmer zu machen, ersetzen wir diesen dann durch irgendwelche Chemikalien. Doch warum tun wir unseren Körpern das immer noch an, obwohl es doch jede Menge natürliche und vor allem gesündere Alternativen gibt?
Ist die Zuckerindustrie wirklich so mächtig, dass sie uns von genau diesen anderen Möglichkeiten abhält? Eine dieser Alternativen ist Stevia, die andere nennt sich Panela und gehört in Südamerika zum täglichen Leben dazu, wie bei uns der normale Zucker.
Die Herstellung von Panela, häufiger auch unter den Namen Raspadura, atado dulce oder Pampelón bekannt, ist denkbar einfach: Zuckerrohrsaft wird bei hohen Temperaturen eingekocht. Dabei entsteht ein harter Block, der dann entsprechend weiterverarbeitet werden kann.
Das besondere an Panela ist die ausbalancierte Kombination von Saccharose und Fructose. Diese macht Panela so gesund, da, anders als bei unserem Zucker, große Mengen an Vitaminen, Proteinen und Mineralien enthalten sind.
In vielen Ländern Südamerikas ist Panela die Grundlage für etliche Süßigkeiten oder alkoholische Getränke.
Warum kämpfen wir hier also alle noch mit den ungesunden Zuckerarten?
Im mittleren Südwesten Brasiliens liegt eines der schönsten und wohl auch einzigartigsten Fleckchen Erde auf diesem Planeten. Etliche Besucher kommen jedes Jahr hierher und lassen sich von der Schönheit der Natur bezaubern. Doch auch dieses Gebiet ist vom Aussterben bedroht.
Der Name des Gebiets, Pantanal, was auf Portugiesisch einfach nur “Sumpf” bedeutet, ist stark untertrieben, denn es handelt sich hierbei um das größte Binnen-Feuchtgebiet der Erde. Über 230.000 km² erstreckt sich das Pantanal von Brasilien bis in kleine Teile der angrenzenden Länder Bolivien und Paraguay hinein. Damit ist es fast genauso groß wie das ehemalige Westdeutschland.
Nur wenige Teile des Pantanal sind bewohnt oder gar erschlossen. Langsam schlängelt sich der Rio Paraguay auf seinem 600 km langen Weg während der Trockenzeit durch das Pantanal. Es bilden sich Savannen und die Tiere zieht es hin zum Wasser. Doch einmal im Jahr verwandelt sich der Fluss durch die starken Regenfälle in ein reißendes Gewässer und überflutet fast die gesamte Fläche. Teile, die sonst trocken liegen, stehen dann meterhoch unter Wasser. [...mehr]
Während wir alle schlotternd vor der Schweinegrippe sitzen, grassiert momentan in Südamerika eine ganz andere Epidemie und die ist das Ergebnis von skrupellosem Raubbau!
In Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien wütet schon seit Ende März das Dengue-Fieber. Es handelt sich um die schlimmste Ausbreitung dieser Krankheit seit Jahren. Über 7.700 Fälle sind registriert und neun Menschen starben bereits daran. Die Dunkelziffer dürfte aber um einiges größer sein.
Das Dengue-Fieber wird durch eine Mosquito-Art übertragen. Jetzt haben Forscher endlich den Grund für die ungewöhnliche Ausbreitung herausgefunden. Schuld ist mal wieder der skrupellose Konzern Monsanto. Dieser stürzt seit Jahren ganze Länder in den Abgrund. Einst groß geworden durch Agent Orange kontrolliert der Konzern heute einen großen Teil der Lebensmittelproduktion und das mit mafiösen Methoden. Jährlich sterben tausende Bauern an den Folgen des Anbaus! Grund dafür ist, dass die genmanipulierte Nahrung nur mit einem extrem giftigen Pflanzenschutzmittel behandelt werden kann, das u.a. extrem krebserregend ist.
In Südamerika leiden schon jetzt tausende von Menschen unter den Methoden von Monsanto. Und nun auch noch das Dengue-Fieber. Dieses breitet sich geographisch identisch mit der Verbreitung der genmanipulierten Sojapflanze von Monsanto aus. Das Pflanzenschutzmittel tötet nicht nur das Ungeziefer, das Unkraut und die Menschen (!), sondern auch die natürlichen Fressfeinde der Mücke, die die Krankheit übertragen. Das Pestizid vergiftet die Flüsse und Seen und so können sich die Mosquitos ungehindert ausbreiten!
Monsanto stört nicht nur das Gleichgewicht der Natur, sondern ist eine der größten Bedrohungen der Umwelt und auch der Menschen überhaupt!
Wenn man den Namen Venezuela hört, dann vergisst man ganz leicht, dass es sich hierbei nicht nur um die Anden und den Regenwald handelt, sondern, dass die Karibik gleich um die Ecke ist. Und so hat auch Venezuela karibische Traumstrände und -inseln zu bieten. Eine der beliebtesten unter ihnen ist wohl die Isla Margarita.
Nein, der Name hat nichts mit dem Cocktail zu tun, wobei man vom Feeling her fast meinen könnte, er wäre auf der Isla Margarita erfunden worden. Fast die gesamte Insel ist von wunderschönen Stränden umgeben, wo jeder garantiert seinen persönlichen Traumstrand findet, denn es ist alles vertreten, von einsamen Buchten bis hin zum Surferparadies El Yaque, das zu den besten Windsurf-Gebieten der Welt zählt. Karibik pur eben!
Die Isla Margarita gehört zu den Kleinen Antillen, liegt aber noch auf venezolanischem Staatsgebiet. Lange vor der Ankunft der Europäer lebten hier Präkolumbianische Kulturen, deren Spuren man hier und da noch entdecken kann. [...mehr]
Die Bolivianer lieben deftige Fleischgerichte und die am besten so scharf wie möglich. Wenn dann noch Kartoffeln, insbesondere die bolivianische Pommes Frites Variante, dabei sind, dann ist schon fast ein Nationalgericht geboren. Wie es bei Pique Macho der Fall ist.
In Bolivien macht man die Pommes übrigens immer frisch.
Und das braucht ihr für Pique Macho:
700 g Rindfleisch
3 Fleischwürste
4 große Zwiebeln
4 große Tomaten
4 rote Paprika (in Bolivien nimmt man die sogenannten “locotos”)
3 Chilischoten
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
1 El Kümmel
1 El Oregano
ca. 300 g Kartoffeln für die Pommes
Öl
Salz
Pfeffer
Zunächst den Knoblauch fein hacken und zusammen mit Salz, Pfeffer, Oregano und Kümmel in etwas Öl einrühren. Das Rindfleisch würfeln und mit der Knoblauch-Öl-Marinade bestreichen. Circa zwei Stunden ziehen lassen. [...mehr]
Agutis gehören hierzulande wohl eher zu den unbekannteren Tieren Südamerikas. Dabei kann man mit viel Fantasie einen nahen Verwandten in ihnen erkennen, der bei uns gar nicht so untypisch ist: das Meerschweinchen. Manchmal ist es schon interessant welche Tiere hier eingeführt werden und welche nicht…
Die putzigen Nager haben einen schlanken Körper, der auf längeren, sehr dünnen Beinen ruht, wobei die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine sind. Ihr Fell changiert zwischen dunkelorange und braun und wird an der Bauchseite heller. Agutis erreichen eine Länge von 40 bis 60 cm und wiegen zwischen 1,5 und 4 kg. Zu der Körperlänge muss man noch ihr eher stummelartiges Schwänzchen von ca. 4 cm Länge zählen.
Wie man vom Körperbau her schließen kann, sind Agutis in erster Linie schnelle Fluchttiere, die am Boden der Savannen, Wälder oder Buschlandschaften Mittel- und Südamerikas leben. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko bis ins nördliche Argentinien.