Beiträge vom: April, 2009

Autor: Nina

2007 war es bereits einmal soweit: Überall auf der Welt konnten die Menschen abstimmen, welche die neuen sieben Weltwunder werden. Über 100 Mio. Stimmen gingen ein und für mich persönlich war es dann auch keine Überraschung, dass drei dieser sieben neuen Weltwunder in Südamerika liegen… ;-)

Chichén Itzá, Machu Picchu und der Cristo Redentor in Rio sind endlich mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Nun haben die Organisatoren ein neues Voting ins Leben gerufen. Diesmal geht es darum die neuen sieben Naturwunder zu bestimmen.

Wasserfälle von Iguazú © Flickr/ ricardo.martins

Und, wie sollte es anders sein, Südamerika ist in fast jeder der sieben Kategorien mehrmals vertreten, ganze 18 Mal. Wobei es in meinen Augen sogar noch mehr sein könnten… Von diesem Kontinent kann man einfach nicht genug bekommen!

Und anhand dieser Auswahl kann man ebenfalls die Vielfältigkeit Südamerikas sehen: Ob es nun der Gletscher Perito Moreno in Argentinien, der Vulkan Fitz Roy, die Wasserfälle von Iguazú, der gewaltige Amazonas, der Titicaca-See, die Galápagos-Inseln oder der gewaltige Colca Canyon in Peru ist, jeder Ort hat seinen ganz besonderen Charme. Man hat fast den Eindruck die sämtlichen Naturformen der Erde wären hier vereint.

Colca Canyon © Flickr/ CmdrGravy

Also, unterstützt Südamerika und stimmt noch bis zum 7. Juli ab! Insgesamt gibt es drei Runden: In der ersten, die momentan läuft, wählt man die besten 77, aus denen dann die sogenannte Shortlist, bestehend aus 21 Orten, und aus diesen dann wiederum die sieben neuen Naturwunder. Somit wird das Ergebnis leider erst 2011 bekannt sein, aber es lohnt sich…

Zur Wahl gehts hier…    [...mehr]


Autor: Nina

Nicht umsonst nannten die Ureinwohner Guyana “das Land der vielen Wasser”, denn mitten in Teilen unberührten Regenwalds findet man noch heute Fluss- und Seelandschaften von beeindruckender Schönheit. Eines dieser “Ereignisse” sind sicherlich die Kaieteur-Wasserfälle.

Kaietuer-Wasserfälle in Guyana © Flickr/ madmack66Durch weite Strecken dicht bewachsenen Regenwalds schlängelt sich der Fluss Potaro um sich nach einiger Zeit in einem der größten Naturschauspiele Südamerikas zu ergießen. Mit einem mal stürzt er sich in das riesige Sandsteinbecken der Potaro-Schlucht. Irgendwie scheint diese aus dem Nichts zu kommen und man könnte fast meinen ein Riese wäre an dieser Stelle einfach zu fest aufgetreten. Klar, dass sich um diesen Ort auch viele Legenden und Geschichten ranken.

225 m fällt das Wasser der Kaieteur-Wasserfälle vom Hochland Guyanas direkt ins Tiefland, das fast auf Niveau des Meeresspiegels liegt. Und dies ohne eine einzige Stufe… Somit ist dieser Wasserfall der höchste freifallende der Welt (117.000 Liter pro Sekunde)!

Viele Besucher begnügen sich mit einem kurzen mehrstündigen Trip (Die Wasserfälle sind nur mit dem Flugzeug zu erreichen). Wer sich jedoch dazu entscheiden sollte, länger zu bleiben und den angrenzenden Kaieteur National Park zu erkunden, wird in eine atemberaubende Natur eintauchen. Unberührte Wälder und etliche seltene Pflanzen und Tiere, wie Ozelote oder Tapire.

Wenn man um die Wasserfälle herum ganz leise ist, kann man ihn vielleicht sehen: den “Cock of the rock“, ein Vogel in knalligen orangen Farben, der bei den Einheimischen als Glücksbringer gilt. Dieser lebt nur in dem Gebiet um die Kaieteur-Wasserfälle. Wer ihn einmal sieht, dem soll das Glück für längere Zeit hold sein.

Wer eine Reise nach Guyana oder gar eine Rundreise durch Südamerika plant, sollte sich die Wasserfälle von Kaieteur nicht entgehen lassen.

Mehr Infos zur Reise gibts u.a. hier…    [...mehr]


Autor: Nina

Man kann es wohl durchaus als eine Art von Erdrutschsieg werten: Nachwahlbefragungen zufolge hat der linksgerichtete Präsident Ecuadors Rafael Correa die Wahl zu seiner zweiten Amtszeit am Sonntag haushoch gewonnen.

Zwei führende und sehr angesehene Meinungsinstitute konnten schon vor der Verkündung des offiziellen Ergebnisses durch ihre Erhebungen den Sieger der Wahl benennen: Rafael Correa. Umfragen zufolge kommt er vorläufig auf 56%, sein Konkurrent, der ehemalige Präsident Lucio Gutiérrez nur auf 29%.

Daher erklärte Correa sich bereits gestern Abend offiziell zum Sieger. Unabhängige europäische und US-amerikanische Wahlbeobachter bestätigen, dass bei der Wahl alles mit rechten Dingen zuging.

Correa verkündete eine Fortführung der Bolivarischen Revolution und den Schutz besonders der Armen vor der Wirtschaftskrise. Und bisher kann man ihm nicht vorwerfen Versprechen nicht eingehalten zu haben. Während seiner Amtszeit hat sich die Lage in Ecuador für viele enorm verbessert: Es gab eine positive Änderung des Rentensystems, kostenlose Schulmahlzeiten und einen höheren Mindestlohn.

Der Sieg Correas stärkt auch weiterhin die anderen linken südamerikanischen Regierungen, was ich persönlich nur begrüßen kann!

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Autor: Nina

Kolumbien gehört mit zu den arten- und vor allem amphibienreichsten Gegenden der Welt. So ist es also kein Wunder, wenn man hier immer wieder auf seltene Arten stößt. Doch, was Forschern nun gelungen ist, passiert wirklich selten: gleich zehn neue Amphibienarten wurden auf einmal gefunden.

In Kolumbien, an der Grenze zu Panama, befinden sich die Tacarcuna-Hügel. Diese sind für Menschen nur schwer erreichbar, was wohl einer der Hauptgründe dafür sein wird, dass es hier noch so viele Tiere gibt. Mitten in diesem nahezu undurchdringlichen Regenwald haben Wissenschaftler der Umweltschutzorganisation Conservation International und der Ecotropico-Stiftung nun zehn neue Amphibienarten und mit diesen auch gleich dutzende weitere seltene Tiere entdeckt.    [...mehr]


Autor: Nina

Jedes Land hat ja so seine ganz eigenen Frühstücksgewohnheiten. Und während wir an einem Sonntag wohl das klassische Ei mit frischen Brötchen bevorzugen, isst man genau das in Kolumbien auf eine ganz besondere Art.

Ein kolumbianisches Sonntagsfrühstück besteht meist aus einer Changua, einer Suppe mit Käse und Ei. Was für uns jetzt erst einmal ganz schön gewöhnungsbedürftig klingt, schmeckt, wenn man sich mal drauf einlässt, eigentlich extrem lecker. Dazu werden dann Arepa, die typischen kolumbianischen Maisfladen, und Pandeyuca, frische Brötchen aus Maniokmehl, gereicht.

Typische Changua © raf.vox

Und das braucht ihr dafür (für ca. 4 Personen):

  • 2 Tassen Milch
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Eier
  • 125 g Käse (in Kolumbien nimmt man Cuajada, ein Weichkäse, den man bei uns durch Feta ersetzen kann)
  • 2 Löffel frischer gehackter Koriander
  • Salz

Zunächst die Lauchzwiebel in kleine Scheiben schneiden und zusammen mit der Milch, dem Wasser, einem Löffel Koriander, dem gewürfelten Käse und der ganzen Knoblauchzehe in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze zehn Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Nun vorsichtig die Eierschale knacken und die Eier in die Suppe geben ohne, dass das Eigelb kaputt geht. Circa zwei Minuten mitkochen lassen. Die Eier dürfen nicht ganz hart werden!

Nun den restlichen Koriander auf die Suppenschüsseln verteilen, die Brühe darüber geben und für jede Person ein Ei mit auf den Teller. Voilà!

Der kolumbianische Morgen kann beginnen. ;-)

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Autor: Nina

Fast alle sprechen von Machu Picchu, wenn sie an berühmte Anlagen in den Anden denken. Doch es gibt noch zahlreiche anderen historische Stätten, die von größtem Interesse und meist genauso spannend wie Machu Picchu sind. Kuelap im Norden Perus ist solch ein Ort.

Er liegt inmitten der Gegend, die Archäologen als die geheimnisvollste und unerforschteste Gegend Südamerikas nennen. Viele Rätsel liegen hier in den zahlreichen Ruinen, die es alle noch zu entschlüsseln gilt. Kuelap ist zum größten Teil solch ein Rätsel.

Die ehemalige Festung liegt auf 3.000 m Höhe mitten in den Anden und wurde vom Volk der Chachapoya um 1.000 n. Chr. erbaut. Bevor die Inka sie im 15. Jahrhundert überrannten, waren die Chachapoya eine mächtige Hochkultur, von der wir bis heute fast nichts wissen. Und so ist auch der Zweck der Festung von Kuelap noch immer unbekannt. Die einen nehmen an, dass es sich um ein dauerhaft bewohntes Dorf handelte, die anderen gehen davon aus, dass das Volk sich nur in Notfällen zum Schutz und zur Verteidigung hierher flüchtete.    [...mehr]


Autor: Nina

In vielen westlichen Medien wurde gestern das Ende des Amerika-Gipfel als positiver Schritt gefeiert. Ja, Obama ist auf Lateinamerika zugegangen, aber auch andersherum. Ja, Obama hat sich offener gezeigt als sein Vorgänger Bush (was auch nicht sehr schwer ist). Und ja, die Bilanz ist im Vergleich zum letzten Gipfel, der in einem Desaster endete, deutlich besser.

Doch werden den schönen Worten und den vielen Sympathiebekundungen nun auch Taten folgen? Ich persönlich bin mir da nicht so sicher. Die USA müssten alle anderen Mitgliedsstaaten der OAS (Organisation der Amerikanischen Staaten) als gleichberechtigte Partner anerkennen. Und davon sind sie noch meilenweit entfernt. (Allein schon im folgenden Video merkt man immer noch die Hochnäsigkeit der USA gegenüber Lateinamerika, von der Nachrichten-Propaganda abgesehen… ) Noch immer wird Lateinamerika von den USA ausgebeutet, noch immer leiden sie unter der ständigen Einmischung der USA um an die Rohstoffe zu gelangen und noch immer haben sie ihre Finger bei so mancher politischer Entscheidung im Spiel, siehe nur Kolumbien.

Viele Staaten warfen den USA diese Einmischung außerdem direkt vor: Zum Beispiel waren sie aktiv und bewiesenermaßen an einem Anschlag auf den bolivianischen Präsidenten Evo Morales verantwortlich. Obama leugnete dies jedoch und betonte die USA würde niemals den Sturz einer demokratisch gewählten Regierung herbeiführen. Neeeiin, nie! ;-)

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Autor: Nina

Was war das vor vier Jahren ein Chaos? Der letzte OAS-Gipfel, auch als Amerika-Gipfel bekannt, endete in einem totalen Fiasko. Doch dieses Wochenende soll alles anders werden.

Vor vier Jahren fegte erst einmal ein Sturm über den Tagungsort im argentinischen Mar del Plata. Und wie ein Sturm donnerten auch die Politiker und die begleitenden Volksproteste: Hugo Chávez mal wieder außer Rand und Band, ein beleidigter George W. Bush, eine Schlussbestimmung, die nicht einmal die Gastgeber unterzeichnen wollten und dann noch massive Proteste von Seiten der Bevölkerung, denen sich dann gleich ein paar Regierungschefs anschlossen. Alles andere als kommunikativ und friedlich.

An diesem Wochenende treffen sich nun die 34 amerikanischen Staats- und Regierungschefs erneut und diesmal soll alles anders werden. Zum ersten Mal trifft der neue US-Präsident Obama in Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, auf die südamerikanischen Regierungsvertreter und die setzen große Erwartungen in ihn. Es soll endlich wieder zu einem Dialog kommen.    [...mehr]


Autor: Nina

Musik kann die Welt verändern. Das glaubt ihr nicht? Zumindest kann sie mit viel Engagement und Herzblut gesellschaftliche Strukturen ganz schön aufrütteln. Das bewies einst Simon Rattles Projekt “Rythm is it”. Doch noch viel eindrucksvoller zeigt dies der neue Dokumentarfilm “El Sistema”, der jetzt in unsere Kinos kommt.

1975 lebte die Hälfte aller Einwohner von Venezuelas Hauptstadt Caracas in Slums. 75 % der Bevölkerung war total verarmt. Dies hat im selben Jahr den passionierten Hobby-Musiker José Antonio Abreu dazu veranlasst, ein Projekt namens “El Sistema“, das System, ins Leben zu rufen.

Er bot Kindern aus den Slums kostenlosen Musikunterricht an. Und das schlug ein wie eine Bombe. Nach anfänglichem Zögern folgten etliche Kinder diesem Ruf und begriffen dies als eine Chance dem Teufelskreis der Armut, Drogen und Gewalt zu entfliehen.    [...mehr]


Autor: Nina

Für alle, die eine launige und dabei noch kurze Zusammenfassung über die Geschichte Perus suchen, habe ich heute ein kleines Video.

Es erinnert mich ein wenig an den NRA-Comic aus “Bowling für Columbine”… Nur dreht es sich eben um die Geschichte Perus. Ihr werdet auch einige Sachen wiedererkennen, über die ich euch hier schon berichtet habe: die Inka oder Fujimori.

Ach, und wen es interessiert, hier gibts das Ganze auch nochmal im spanischen Original…



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