Beiträge vom: März, 2009

Autor: Nina

Jeden Tag jonglieren wir wie selbstverständlich mit Begriffen und Wörtern, und dabei ist es doch immer wieder ziemlich interessant wie solche Bezeichnungen entstanden und woher sie kommen. Daher möchte ich euch heute einen kleinen, aber feinen Überblick über die Entstehung der Ländernamen Südamerikas geben.

Bei diesen Namen zeichnet sich logischerweise auch ganz deutlich die Geschichte des Kontinents ab. Sie sind vor allem geprägt durch die europäischen Eroberer, besonders von den spanischen Konquistadoren, und durch die eigentlichen Ureinwohner, die indigenen Völker. Wobei viele Namen sich natürlich im Laufe der Geschichte verändert haben. Ich gehe daher von den heutigen Bezeichnungen aus. ;-)

Argentinien: Als die Spanier den Rio de la Plata sahen, glänzte er in der Sonne wie Silber, daher nannten sie einfach das Land um den Fluss “Silberland”, auf Spanisch: Argentina. Der Ländername leitet sich also von der Farbe des Rio de la Plata und nicht, wie manche meinen, von den Silbervorkommen ab.

Bolivien: Der Name leitet sich vom Befreiungskämpfer Simón Bolívar ab.

Brasilien: Benannt nach der portugiesischen Bezeichnung für den Baum “Pau Brasil” (dt. “Brasiliholzbaum”). Das Holz des Baumes, der heute vom Aussterben bedroht ist, war lange eines der wichtigsten Export-Produkte der Region, da man es in Europa zum Färben von roten Stoffen benutzte.    [...mehr]


Autor: Nina

In Kolumbien gibt es eine ganz besondere Art und Weise Rinderfilet zuzubereiten. Sie ist so einfach wie genial und erscheint uns vielleicht etwas ungewöhnlich: Lomo al trapo - Rind im Tuch.

Das Rinderfilet wird dabei extrem würzig und sehr zart und die Zubereitung wird wohl so manchen europäischen Gast beeindrucken. Die Kolumbianer machen es meist auf dem Grill. Solltet ihr keinen Grill oder keine Möglichkeit dazu haben, dann geht es auch im Ofen. Am besten serviert man dazu gegrillte oder kross gebackene Kartoffeln und einen kräftigen Rotwein direkt aus Kolumbien.

Das braucht ihr dafür:

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Autor: Nina

Die alten Inka regen seit eh und je die Fantasie gerade von uns Europäern an, denn immer noch ist ihre Kultur geheimnisvoll und birgt so manches Rätsel. Wer sich selbst einmal ein Bild machen oder vielleicht seinem eigenen Forscherdrang nachgehen möchte, ist in Samaipata in Bolivien genau richtig.

Die Kleinstadt Samaipata im Departamento Santa Cruz ist für viele Bolivianer ein beliebtes Urlaubsziel: hier ist das Klima viel milder als im heißen Tiefland. Der Ort liegt fast 2.000 m über dem Meeresspiegel an den östlichen Ausläufern der Anden.

Die Besucher aus dem Ausland sind jedoch meist an etwas ganz anderem interessiert: El Fuerte de Samaipata, eine Ruinenstätte der Inka. Sie gehört zu den wohl geheimnisvollsten Überbleibseln dieser einst prächtigen Kultur, denn bis heute streiten sich die Wissenschaftler um ihren Zweck.    [...mehr]


Autor: Nina

Jaja, die lieben Geheimdienste… Da sind sie schon mit Abhörtechnik ausgestattet und dürfen diese dann nur selten benutzen. Dabei wäre es doch so praktisch die Gegner der Regierung auszuspionieren um dann schmutzige Wäsche zu waschen. Solche Probleme kennt wohl jedes Land.

Interessant ist es nur, dass dies momentan ein Trend gerade in den an der westlichen Politik orientierten Ländern ist. Wir selbst können ein Lied davon singen: vom BKA-Gesetz zur Datenschutzdebatte.

Nun hat also auch Kolumbien, unter Uribe der südamerikanische Schoßhund der USA (noch), seinen Abhörskandal. Viele Kolumbianer verehren ihren Präsidenten Álvaro Uribe geradezu, denn das muss man ihm lassen, sein Kampf gegen Drogen, Kriminalität und den Terrorismus zeigt Wirkung: viele Straßen sind sicherer, die FARC wurde geschwächt und auch die Anzahl der Morde und Entführungen ist gesunken.

Doch zu welchem Preis und vor allem mit welchen Mitteln? Uribe, der selbst einst in den internationalen Drogengeschäften tätig war (was er selbst natürlich bestreitet, aber eine nachprüfbare Tatsache ist), hat dies durch Verbindungen zu ultrarechten Paramilitärs durchgesetzt und dazu noch etliche Millionen Dollar aus den USA bekommen, u.a. für Waffen, die übrigens an beide Seiten verkauft wurden, und für Spionagetechnik.

Nun kam also heraus, dass der kolumbianische Geheimdienst DAS auch kritische und oppositionelle Politiker, Richter, Unternehmer und Journalisten bespitzelt hat. Unter ihnen zufällig Leute wie der Untersuchungsrichter Iván Velásques, der Bündnisse zwischen Politikern und rechtsextremistischen Todesschwadronen aufdeckte und daraufhin 22 Parlamentarier, die Uribe nahe stehen, ins Gefängnis brachte. Außerdem wurden ein Polizeichef und der Verteidigungsminister ausspioniert, sowie die liberale Senatorin Piedad Córdoba, die eine der Hauptverhandlungspartnerinnen mit Hugo Chávez und der FARC ist.

Hier ist ganz klar, dass gezielt kritische Stimmen ausgeschaltet werden sollen, denn in nächster Zeit stehen allein 60 Strafverfahren gegen direkte Kollegen Uribes an!

Und der Präsident? Der will natürlich von alldem nichts gewusst haben, so wie bei uns Bahnchef Mehdorn nichts von Mitarbeiterbespitzelungen gewusst haben will…

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Autor: Nina

Chiloé ist nach Feuerland die größte Insel Chiles. 2 km vom Festland entfernt liegt dieses malerische Eiland im Pazifik. Hier kann man sich von der wilden Natur einnehmen lassen und in den alten Sagen schwelgen. So ist Chiloé in erster Linie ein Ort für alle, die das Ursprüngliche suchen.

Obwohl sich die christlichen Missionare alle Mühe gaben die Ureinwohner Chiloés, die Huilliche, zu bekehren, haben sich ihre alten Geschichten und Legenden gehalten. Auch die fast 200 Holzkirchen, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, konnten diese nicht auslöschen. Und so spricht die ganze Insel von den geheimnisvollen Gestalten, die sich immer noch auf der Insel herumtreiben sollen:

Die fliegenden Hexen, die sogenannten Voladoras, treiben ihr Unwesen. Der Trauco, das südamerikanischen Pendant zu unserem Troll, soll hier und da Jungfrauen entführen. Und draußen auf dem Meer kann man vielleicht die Caleuche sehen, ein uraltes Geisterschiff, das mit weißen Segeln und lauter Musik wartet und sich in Baumstämme oder Felsen verwandeln kann.    [...mehr]


Autor: Nina

Harpyien waren in der Mythologie der alten Griechen schreckliche Monster mit dem Körper eines Greifvogel und dem Kopf und den Armen einer Frau. In den Sagen stahlen sie Kinder und dringend benötigte Lebensmittel. Ein Stückchen dieses Mythos hat überlebt und so ist es nicht verwunderlich, dass einer der größten und stärksten Greifvögel des Regenwalds nach diesen Dämonen benannt ist: die Harpyie.

Ja, diese Vögel können schon etwas furchterregendes haben, denn sie gehören zu den größten Greifvögeln der Welt und sind von der Physis her wohl die Stärksten überhaupt. Die Flügelspannweite dieser faszinierenden Tiere kann bis zu 2,50 m erreichen, bei einer Körperlänge von 80 bis 100 cm. Sie wiegen zwischen vier und neun Kilo, wobei die Männchen deutlich kleiner sind als die Weibchen. Ihre Klauen sind sehr lang (rund 7 cm) und extrem kräftig.

Das auffälligste Merkmal der Harpyien ist aber ihr breiter Federschopf am Hinterkopf. Im normalen Zustand liegt dieser am Kopf an, doch ist der Vogel erregt, ist zum Beispiel ein Opfer in Sicht oder wittert er eine Bedrohung, so richten sich diese Federn auf und verleihen ihm ein grimmiges Aussehen.    [...mehr]


Autor: Nina

Langsam, aber sicher gleitet Venezuelas Präsident Hugo Chávez immer mehr in eine gefährliche Richtung ab. War er am Anfang noch von guten Ideen motiviert, drohen diese nun ihn langsam zu verschlucken, könnte man meinen. Ein untrügliches Anzeichen dafür ist, dass er immer mehr verstärkt das Militär im Innern des Landes anstelle der Polizei einsetzt.

Nun hat er seine Streitkräfte in private Reisfabriken geschickt und laut einem Produzenten 16.000 Tonnen Reis beschlagnahmen lassen. Die privaten Reisfabriken betreiben seit langem dubiose Preispolitik und das in Zeiten, wo die Versorgung Venezuelas langsam knapper wird.

Chávez hat in dem Punkt Recht, dass man dem Einhalt gebieten muss, aber, meiner Meinung nach, nicht mit militärischen Mitteln! Zudem droht er jedem, der gegen die staatliche Preisregelung verstößt mit Enteignung. Die Reisproduzenten haben erklärt, dass sie gerichtliche Schritte gegen die Besetzung einlegen wollen.

Langsam verliert Chávez seine Grundidee der Bolivarischen Revolution aus den Augen und wird immer fanatischer. Ich hoffe, wenn es soweit ist, dass sich in meinen Augen vernünftige linke Staatschefs wie Evo Morales einmischen und Chávez ein wenig bremsen können. So viel zu meiner kleinen Utopie… ;-)

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