Beiträge vom: März, 2009

Autor: Nina

Schon seit längerem ist ganz Lateinamerika im Telenovela-Fieber. Abermillionen Menschen sitzen jeden Abend vor dem Fernseher um bei den Skandalen, Intrigen und Affären ihrer Lieblinge zuzusehen. Und auch zu uns ist das Konzept geschwappt: Telenovelas haben die Daily Soaps abgelöst (zumindest vom Namen her… ;-) ). Ein echter Exportschlager in die ganze Welt.

Über Jahre haben sich Soziologen nun in Brasilien mit dem Phänomen Telenovela auseinandergesetzt und Erstaunliches festgestellt: die Vorabendserien verändern die brasilianische Gesellschaft.

Über 40 Millionen Brasilianer kleben jeden Abend regelrecht vor den Bildschirmen und sogar das Allerheiligste in Brasilien, der Karneval, blieb nicht unangetastet: für manche Folgen einer Telenovela wurden schon mal Paraden verschoben. Und das will in Brasilien was heißen!

Die Wissenschaftler haben seit dem Jahr 1965 den Einfluss der Telenovelas auf die Bevölkerung untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass die Sendungen für einen massiven Geburtenrückgang verantwortlich sind.    [...mehr]


Autor: Nina

Heute möchte ich euch mal eine Zubereitungsvariante vom Huhn vorstellen, die typisch brasilianisch ist. Sie ist schnell und einfach gemacht und dabei noch echt lecker.

In Brasilien isst man meist Reis, Kartoffeln oder Maniok dazu.

Das braucht ihr dafür:

  • 1 mittelgroßes Huhn
  • 2 große Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 Tomaten
  • 1 Glas Rotwein oder Weißwein (je nach Belieben)
  • 3/4 l Hühnerbrühe
  • grünen Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • Oregano
  • Kümmel
  • 2 Chilischoten
  • Salz
  • 3 El Olivenöl

Das Huhn gut säubern und in ca. sechs gleich große Portionen zerteilen. Die Zwiebeln, die Chilischoten (wer es nicht so scharf mag, entkernt sie vorher) und den Knoblauch grob hacken und in eine Auflaufform mit Deckel geben. Die Tomaten häuten, entkernen und in Achtel schneiden. Ebenfalls in die Auflaufform geben und mit der Hühnerbrühe übergießen.

Alles gut durchrühren und dann das Huhn hineinlegen. Das Öl und den Wein über das Fleisch gießen, Deckel drauf und im vorgeheizten Backofen ca. 1 1/4 Stunden bei 180° C schmoren. Lecker!

Lasst es euch schmecken!

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Autor: Nina

Eine der wohl schönsten und bedeutendsten Städte Perus ist Trujillo an der Pazifikküste. Schon beim Betreten der Stadt weht einem ein angenehm laues Lüftchen um die Ohren und man wird sofort in den Bann Trujillos gezogen.

Nicht umsonst nennt man sie in Peru auch die Stadt des ewigen Frühlings, denn der Pazifik sorgt fast das ganze Jahr über für mildes Wetter. Trujillo ist die wichtigste Stadt nördlich von Lima, denn besonders Touristen kommen jedes Jahr in Scharen hierher, was wohl an dem besonderen Flair der Stadt und den unzähligen Sehenswürdigkeiten liegt.

Das faszinierende an Trujillo ist der architektonische Stil, denn die Bauten stammen fast alle noch aus der Kolonialzeit und auch aus der Zeit vor den Spaniern. Bunte Fassaden, ebenso vielfältiges Treiben in den prachtvollen Hinterhöfen der Häuser, wunderschön verzierte Balkone und kunstvolle schmiedeeiserne Fenstergitter prägen das Stadtbild. Und immer wieder tauchen dazwischen Relikte aus der Inkazeit und aus der der Mochica und Chimu auf, die von den Inkas dann einverleibt wurden.    [...mehr]


Autor: Nina

Stammzellenforschung ist eines der umstrittensten wissenschaftlichen Themen der heutigen Zeit. Die einen sprechen sich vehement dagegen aus, die anderen hoffen wiederum auf die Heilung von schweren Krankheiten. Doch egal, ob dafür oder dagegen, die Länder, die in der Stammzellenforschung Erfolge feiern, können zurecht stolz sein.

Vor allem, wenn es Durchbrüche sind, die die Argumente der Kritiker beherzigen und diese negativen Punkte ausräumen.

Stammzellen sind Zellen im Körper, die noch keine spezifische Aufgabe haben, wie z.B. Haut- oder Nierenzellen. Daher kann man sie noch vielfältig einsetzen. Das bisherige Problem aber war, dass man diese Stammzellen nur in Embryonen oder in deren Nabelschnüren gefunden hat. Um an diese Zellen zu kommen musste man bisher den Embryo töten oder eben mit abgetrieben Föten arbeiten, was bei vielen natürlich heftigste moralische Bedenken auslöste.    [...mehr]


Autor: Nina

Auch in Brasilien wächst das Öko-Bewusstsein bei vielen Menschen immer mehr. Gerade im Hinblick auf den Amazonas tut dies auch verdammt Not. Auch Bio und Öko kann sich also zum Trend entwickeln und so wird es wahrscheinlich auch keinen verwundern, dass das neue Lieblingshotel der Schönen und Reichen ganz auf Natur setzt.

Das Hotel “Santa Teresa” im gleichnamigen Künstlerviertel Rio de Janeiros bietet jedem Gast Luxus pur und das, zumindest optisch, im Einklang mit der Natur. Die alte historische Stadtvilla des Viertels wurde drei Jahre lang renoviert und zu einem der schönsten Hotels der Stadt umgebaut.

Dabei wurde vor allem auf natürliche Materialien gesetzt, wie Leinen, Baumwolle, Kokosnuss, Bananenblätter, tropische Hölzer, gebrannter Ton und portugiesische Ziegel, die auch schon damals in der Kolonialzeit verwendet wurden. So erinnert das Santa Teresa vom Stil auch an die damaligen Zeiten, als der Handel mit Kaffee, Kakao und Rohrzucker florierte.    [...mehr]


Autor: Nina

Wohl keine andere Stadt Südamerikas hat dieses besondere Flair wie Sucre. Die heitere Gelassenheit der 240.000 Bewohner steckt jeden Besucher sofort an und man kann sich ihr zwischen den alten, weißen Häusern ganz hingeben.

Ohne Übertreibung kann man Sucre in Bolivien als eine der schönsten Städte Südamerikas bezeichnen. Ihre Häuser sind noch aus der Zeit der spanischen Eroberer erhalten und so schwebt man hier stets zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Geschichte Sucres ist eng mit dem Schicksal des Kontinents verknüpft, denn zunächst war sie verschwenderischer Dreh- und Angelpunkt für die Gier der Spanier nach Silber und dann war sie das Zentrum der Unabhängigkeitskämpfe Simón Bolívars.

Früher hieß Sucre La Plata, was Silber auf spanisch bedeutet, denn im nahe gelegenen Potosí befanden sich die größten Silberminen der Welt und Sucre diente als Sitz all jener, die neben Potosí selbst von dem Reichtum profitierten. Diese Spanier statteten Sucre mit allem nur erdenklichen Luxus aus, was man noch heute anhand der Bauten sehen kann.    [...mehr]


Autor: Nina

Llajua Sauce ist eine der beliebtesten Saucen in Bolivien. Sie ist einfach und schnell gemacht und haut einen geschmacklich fast um - im positiven Sinne. ;-)

In Bolivien isst man die Llajua zu Fisch, Fleisch oder als Einlage in Suppen. Um den Originalgeschmack zu bekommen sollte man sich kräutertechnisch an den bolivianischen Originalen orientieren. Man kann aber auch ohne Probleme das deutsche Pendant verwenden…

Die einzigen Kräuter, die hier nicht so ganz alltäglich sind, sind der bolivianische Koriander und die Hemmingway-Minze. Den Koriander findet man in fast jedem Gartencenter, jedoch die Hemmingway-Minze, in Bolivien Wakataya genannt, muss man schon online bestellen. Sie ist die Original-Minze für den Mojito. Cocktail-Liebhaber können mit einer Bestellung also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. :D

Hier nun das Rezept für die Llajua Sauce:

  • 8 mittelgroße Tomaten
  • 4 rote Chilischoten
  • 3 grüne Chilischoten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1/4 Bund Petersilie
  • eine Hand voll bolivianischen Koriander
  • eine Hand voll Hemmingway-Minze
  • Salz

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Tomaten und die Chilischoten entkernen und ebenfalls klein schneiden. Wer es besonders scharf mag, kann ruhig ein paar Kerne nach Belieben in den Chilis lassen.

Nun alle Zutaten in einem Mörser zerstoßen. Man kann zur Not auch einen Mixer nehmen, dabei aber unbedingt darauf achten, die Sauce nicht zu pürieren. Sie soll schön stückig bleiben. Und das wars schon!

Lasst euch den scharfen Hauch Boliviens schmecken!

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Autor: Nina

Eines der Kakteengewächse mit den meisten Arten steht vielleicht auch bei euch zuhause auf dem Fensterbrett. Opuntien kommen ursprünglich aus Lateinamerika und haben sich schnell auf der ganzen Welt verbreitet, oder besser gesagt, wurden verbreitet.

Lange waren sie einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Südamerikas. Und auch heute sind Opuntien ein wichtiger Zweig der Weltwirtschaft, der vor allem in den kommenden Jahren angesichts drohender Krisen immer mehr Einfluss bekommen wird.

Opuntien wachsen strauch- bzw. baumähnlich und können eine Höhe von bis zu 10 m erreichen. Außerdem breiten sie sich gerne großflächig aus. Ihre eigentlichen Blätter sind nur winzige Schuppen, die bald abfallen. Was viele für ihre großen Blätter halten, sind in Wirklichkeit abgeflachte Stammteile, die selbst kleine Triebe bilden und für die Photosyntheseleistung der Pflanze verantwortlich sind. Auf den Areolen findet man bei Opuntien neben dicken Stacheln auch kleinere Bündel von Stacheln.

Mittlerweile erstrecken sich die Pflanzen vom Süden Kanadas bis tief nach Argentinien hinein. Aber auch im Mittelmeerraum, in Australien oder in Südafrika kann man heute Opuntien finden.    [...mehr]


Autor: Nina

Gerade der Norden Chiles ist bei Abenteuer- und Trekking-Touristen besonders beliebt. Hier findet man die unterschiedlichsten Landschaften auf einem Fleck, von der faszinierenden Atacama-Wüste, über glasklare Seen und eine reiche Tierwelt, bis hin zu den Bergen und Vulkanen der Anden.

Einer dieser Vulkane ist besonders beliebt und zieht jedes Jahr etliche Besucher gleichsam in seinen Bann. Der Parinacota fasziniert deshalb so, da man während des Aufstiegs die vielfältigsten Landschaften durchquert. Sind die meisten anderen Vulkane vor allem von Geröll geprägt, so erlebt der Abenteurer hier ein Panorama, das Seinesgleichen sucht.

Am Fuß des Parinacota, direkt an der Grenze zu Bolivien, liegt der See Lago Chungará. Hier spiegelt sich der Vulkan im glasklaren Wasser, wo sich Flamingos tummeln. Geht man weiter, begegnen einem Alpakas und je höher man kommt um so gigantischer wird die Aussicht über den See, die umliegenden Vulkane und Teile der Atacama Wüste.    [...mehr]


Autor: Nina

Krimis und Thriller aus Südamerika haben für mich stets ihren eigenen Charme, denn sie grenzen sich stilistisch deutlich von den meisten “westlichen” Büchern ab. Sie sind sprachlich meist aufwendiger, durchdachter und haben häufig einen Tick zum Philosophischen und Mystischen, was ich persönlich sehr gerne mag.

So geht es auch mit dem Thriller “Der Venusmörder” des argentinischen Schriftstellers Carlos Balmaceda, der nun endlich auch auf Deutsch erschienen ist (Original auf Spanisch aus dem Jahr 2001). Balmaceda hat sich für seine spannende Geschichte einen wahren Fall als Ausgangspunkt genommen und diesen dann mit eigentümlichen Charakteren und einem fiktiven Verlauf ergänzt.

In Mar del Plata, einem beliebten Ferienort an der Küste Argentiniens, geht ein brutaler Serienkiller um (diesen gab es wirklich). Vor allem im Rotlichtviertel La Perla hat er es nach und nach auf die Prostituierten abgesehen. Unter diesen geht logischerweise die Angst um, denn jeder nächste Freier könnte der Mörder sein. Plötzlich schlägt dieser zu und hinterlässt bei jeder Tat keine Spuren. Die Leichen legt er im Straßengraben ab und die Abstände zwischen den Morden werden immer kleiner…    [...mehr]


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