Nicht erst in Zeiten der Finanzkrise wächst der Unmut vieler Menschen weltweit gegen die Wirtschaftspolitik so mancher Staaten. So trafen sich im Jahr 2001 zum ersten Mal Globalisierungsgegner und Menschenrechtler aus der ganzen Welt zum Weltsozialforum.
Seit Dienstag findet es nun mittlerweile zum neunten Mal statt. Noch bis Sonntag kommen Alternative, Globalisierungskritiker, Vertreter von Gewerkschaften, Kirchen und Nichtregierungsorganisationen in der brasilianischen Stadt Belém zusammen um über andere und gerechtere Möglichkeiten der heutigen Weltwirtschaftsordnung zu diskutieren.
Über 100.000 Menschen begannen am Dienstag das Weltsozialforum mit einer Demonstration für eine gerechtere Weltwirtschaft und den Schutz des Regenwalds. Greenpeace hat angekündigt, dass sie bis zum Jahr 2015 die Abholzung des Amazonas komplett stoppen wollen.
Das Weltsozialforum versteht sich als eine Gegenveranstaltung zum parallel stattfindenden Weltwirtschaftsforum der G 20 in Davos.
Für heute haben sich die Staatsvertreter von Brasilien, Lula, von Bolivien, Morales, von Ecuador, Correa, und von Paraguay, Lugo, zu einer Diskussionsrunde angekündigt. Hugo Chàvez wird wahrscheinlich am Samstag sprechen.
Am Ende jedes Forums wird eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Und genau dort liegt aus meiner Sicht der Schwachpunkt dieser wichtigen Veranstaltung. Man kann sich selten auf einen gemeinsamen Nenner einigen, da einfach zu viele Interessengruppen vertreten sind. Dabei wäre das eigentlich ziemlich einfach, denn sie alle haben die selben Ziele…
Persönlich finde ich das Weltsozialforum essentiell und ein wichtiges Zeichen gegen die paar Zehntausend, die Millionen Menschen in den Ruin stürzen. Wenn sie sich in diesem Jahr noch auf eine gemeinsame Erklärung einigen können, kann niemand mehr das Forum als sinnloses Event bezeichnen, denn von Jahr zu Jahr werden es mehr Menschen unter ihnen auch Einflussreiche, die den Forderungen Nachdruck verleihen.
Nähere Infos findet ihr in einem Artikel der taz… [...mehr]


