Wie fast alle Feste oder auch kleineren Feierlichkeiten in Südamerika, wird auch Weihnachten mit lautem Lärm zelebriert. Was wir unter stiller Nacht verstehen, ist in weiten Teilen des Kontinents ein rauschendes Fest.
Trotzdem sind viele ihrer Bräuche den unseren ganz ähnlich. Was aufgrund der Kolonialisierung und v.a. der Christianisierung kein Wunder ist. Weite Teile sind katholisch, doch vermischt sich dieser Glaube an vielen Stellen mit dem Glauben und den Riten der indigenen Bevölkerung.
So z.B. in Peru, wo die Krippenfiguren meist nach altem Muster der Indigenas in mühevoller Handarbeit geschnitzt werden. Sowieso sind die traditionellen Weihnachtskrippen für die meisten Südamerikaner ein wichtiger Bestandteil des Fests. Sowohl in der Wohnung als auch an jedem öffentlichen Platz kann man sie finden..
Genau heute vor zwei Jahren starb der ehemalige chilenische Diktator Augusto Pinochet. Er hat 17 Jahre Leid und Elend über seine Bevölkerung gebracht und trotzdem wird er noch heute von einigen reichen Konservativen verteidigt und sogar als Held gefeiert. Klar, wenn man von den Folterungen und den Verfolgungen anderer profitiert…
Augusto Pinochet, am 15. November 1915 geboren, hat sich bereits ziemlich früh für eine strenge Militärlaufbahn entschieden. Während seiner Ausbildung war er auch einige Male in den USA. Man nimmt an, dass er aus dieser Zeit seine Verbindungen zur CIA und der US-amerikanischen Regierung hatte, die maßgeblich an seinem “Erfolg” teilhatten.
1973 ernennt ihn Salvador Allende zum Oberkommandeur des chilenischen Militärs. Damit hat Allende sein Todesurteil unterzeichnet, denn bereits knappe drei Wochen später, am 11. September!, unternimmt Pinochet einen Putsch gegen Allende, bei dem dieser auf noch ungeklärte Weise sein Leben lassen musste. Laut Pinochet wollte er eine Diktatur errichten, die man ja verhindern musste. Im Nachhinein weiß man aber, dass die USA wesentlich zum Putsch beigetragen hatten, da die kommunistische Politik Allendes Chile aus dem “Würgegriff” der USA befreien konnte.
Nach dem Putsch übernimmt eine Militärjunta die Macht und ernennt Pinochet zu ihrem Vorsitzenden. Unmittelbar danach beginnt Pinochet damit alle seine möglichen Gegner im ganzen Land zu verfolgen. Als Gegner zählen bereits Leute, die einfach verdächtigt werden links zu sein. Diese werden dann zu tausenden gefangen genommen, gefoltert, ermordet oder sind einfach plötzlich “verschwunden”.
Diesen Donnerstag kommt nun endlich nach einem Jahr Wartezeit “El baño del Papa - Das große Geschäft” auf deutsch in unsere Kinos. Der Film war der offizielle Oscar-Beitrag von Uruguay in Anfang des Jahres.
Bisher gab es ihn nur auf spanisch mit Untertiteln zu sehen, doch, für südamerikanische Verhältnisse, war der Film weltweit so erfolgreich, dass er nun doch synchronisiert wurde.
Wir befinden uns im Jahr 1988: Der Papst, Johannes Paul II., kommt nach Südamerika und will seine Tour im kleinen Dörfchen Melo im Nordosten Uruguays beginnen. Klar, dass da der ganze Ort Kopf steht, weniger in freudiger religiöser Erwartung, sondern mehr weil sie hoffen, dass der Besuch die extrem schlecht laufenden Geschäfte ankurbelt. Und so dauert es nicht lange bis ganz Melo Kopf steht und sich für den erwarteten Ansturm von Menschen rüstet.
Der Südamerikanische Nasenbär ist auf dem ganzen Kontinent weit verbreitet und so ist es auch kein Wunder, dass er in des Zoos zu einem der beliebtesten Tiere gehört.
Man findet ihn in Wäldern aller Art von Kolumbien und Venezuela bis Uruguay und dem Norden von Argentinien. Die tropischen Regenwälder des Amazonas können ebenso sein Zuhause sein wie Gebirgswälder auf einer Höhe von 2.500 m. Daran sieht man auch schon, dass der Südamerikanische Nasenbär ein genügsames und anpassungsfähiges Tier ist.
Heute abend freue ich mich im TV auf ein ganz besonderes filmisches Highlight, das nicht nur für Südamerika-Interessierte sehenswert ist. Arte zeigt ab 21:00 Uhr den Film “Mission” aus dem Jahr 1986, mit Robert De Niro und Jeremy Irons in den Hauptrollen.
Der Film schildert eindrücklich und in imposanten Bildern das Schicksal der Guaraní zu Zeiten der Coquistadores im 18. Jahrhunderts. Damals hatten Jesuiten ihre sogenannten Reduktionen errichtet um die Indigenas, allen voran das Volk der Guaraní, vor den Sklavenhändlern zu schützen und ihnen natürlich wie immer den christlichen Glauben aufzuschwatzen.
In Ecuador isst man sehr gerne und viel diverse Suppen. Man wird immer wieder auf neue Varianten und Eindrücke stoßen. Doch wohl DIE Suppe, die man überall bekommt und kennt, ist Locro de Papa.
Ist man in Ecuador, sollte man sie unbedingt einmal probiert haben. Man kann sie aber natürlich auch bei sich zuhause nachkochen und sich so ein Stück Ecuador in die eigenen vier Wände holen.