In den letzten Jahren hat sich eine Nuss immer mehr auf unseren Märkten durchgesetzt, die eigentlich keine ist, die Cashew-Nuss. Kannten die meisten sie bisher nur im Studentenfutter hat sie sich still und heimlich auch als Zutat in die Küchen geschlichen.
Mittlerweile findet man sie in Pestos, als Panade oder auf Süßspeisen wieder. Und ihre Vielseitigkeit hat anscheinend überzeugt. Die Portugiesen brachte die Kerne bereits im 16. Jahrhundert nach Indien und Afrika, wovon sie dann erst später den Weg nach Europa antrat. Heute wachsen sie vor allem in Indien und Afrika auf großen Plantagen. In Südamerika findet man sie nur noch im Norden Brasiliens, wo sie zum Teil wild wachsen. Doch noch heute ist sie ein beliebter Bestandteil der südamerikanischen Küche, denn bereits die Tupí-Indianer haben sie als Nahrung verwendet. [...mehr]
In den letzten Jahren hat sich in Südamerika eine Gegenbewegung zum Neoliberalismus gebildet, die von den westlichen Wirtschaftsmächten logischerweise kritisiert wird, weil sie einen neuen Gegenentwurf zum hochgelobten Kapitalismus entwirft. Was ist der sogenannte Bolivarismus also und ist die Kritik des Westens berechtigt?
Der Bolivarismus oder die sogenannte Bolivarische Revolution wurde vor allem durch Venezuelas Präsident Hugo Chávez geprägt. Er selbst war ein glühender Verehrer des Freiheitskämpfers Símon Bolívar. Und so hat Chávez dann auch seinen Gegenentwurf zum Neoliberalismus bach Bolívar benannt. [...mehr]
Potosí, im 17. Jahrhundert wurde der Name der bolivianischen Stadt in einem Zug mit Berlin, London oder Paris erwähnt. Damals besaß die Stadt die reichsten Silberminen der Welt und erlebte eine unwahrscheinliche Blütezeit. Doch nach und nach begann der Verfall. Heute könnte der Tourismus der Stadt einen neuen Aufschwung verleihen.
Potosí, das ist heute in Bolivien ein zweischneidiges Schwert: Einerseits bekannt für die menschenverachtenden Arbeiten in den Minen und andererseits Hoffnung einer verarmten Region auf neuen Aufschwung durch den Tourismus. [...mehr]
Ja, es stimmt, wie der Name bereits sagt, ernährt sich ein Ameisenbär auschließlich von Ameisen und Termiten. Und davon reichlich: Bis zu 35.000 Stück am Tag vertilgt ein einzelnes Tier. Nur in Gefangenschaft nehmen sie ab und zu von Menschen etwas Obst an.
Der Ameisenbär hat seinen Heimat in Süd- und Mittelamerika. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Ameisenbären im Amazonasbecken und der nahen Savanne: Den Großen Ameisenbär ) bis zu 30 kg Körpergewicht), den Tamandua und den Zwergameisenbär (wiegt gerademal 280 g). Letztere leben ausschließlich auf Bäumen, die Tamanduas mögen sowohl die Wipfel der Bäume als auch den Boden. Nur der Große Ameisenbär lebt nur auf dem Boden und bevorzugt daher am liebsten Savannen. [...mehr]
Er ist DER Volksheld in vielen Ländern Südamerikas, Simón Bolívar. Nach ihm ist sogar ein ganzes Land benannt, Bolivien, und auch die neue politische Gegenbewegung Südamerikas gegen den Neoliberalismus begründet sich auf ihm, der Bolivarismus (dazu in Kürze mehr).
Simón Bolívar hat Südamerika von der spanischen Kolonialherrschaft befreit und weite Teile in die Unabhängigkeit geführt, weshalb die Südamerikaner ihn auch “El Libertator“, den Befreier nennen. [...mehr]
Wie alle indigenen Völker oder Ureinwohner überhaupt auf der Welt ist auch die Geschichte der Quechua leider von Ungerechtigkeiten, Verfolgungen und Greueltaten bestimmt. Die Quechua oder auch Quechua-Indianer kommen in weiten Teilen von Peru, Ecuador, Bolivien, Kolumbien und Argentinien vor.
Im Gegensatz zu z.B. den Aymara haben sie so gut wie keine gemeinsame Identität, obwohl sie sich in vielen Riten gleichen. Als Quechua bezeichnet man daher alle Menschen (ca. 9-14 Millionen), die eine Form der Sprache Quechua sprechen, wobei es dabei auch unzählige unterschiedliche Dialekte gibt. [...mehr]
Südamerikanische Essgewohnheiten mögen für uns teilweise wohl etwas gewöhnungsbedürftig sein. Und so wird es vielen wohl auch mit dem Nationalgericht Uruguays Gramajo gehen, da es ungewöhnlich kombiniert wird und zudem noch, in Zeiten des bei uns einkehrenden Schlankheitswahns, eine echte Kalorienbombe ist.
Nichtsdestortrotz werden Freunde des fetten Essens und des Fast Foods hier voll auf ihre Kosten kommen. Und sind wir mal ehrlich: Fett ist einfach ein Geschmacksträger…
Wie auch hierzulande ist auch in Uruguay und anderen Ländern Südamerikas, z.B. Argentinien, Pommes Frites eine beliebte Beilage, “Papas” genannt. Nur sind sie meist viel dünner geschnitten als bei uns. Gramajo wird meist zum Abendessen gegessen, das in Uruguay meist ab 22 Uhr stattfindet.
Dass in Südamerika gerne Mate Tee getrunken wird, dürfte allen bekannt sein. Doch in Paraguay und Teilen von Argentinien und Brasilien, gibt es noch eine andere Form dieses Getränks: Tereré.
Besonders an heißen Tagen ist das Tereré-Trinken äußerst beliebt, denn es wird kalt getrunken. Tereré besteht aus Mate, der zusätzlich mit Wurzeln oder anderen Kräutern, am beliebtesten Minze, verfeinert wird. In Argentinien trinkt man es auch manchmal noch zusätzlich mit Zitrussäften. [...mehr]
Was fällt euch ein, wenn ihr an das Land Suriname denkt? Wie nichts? Die wenigsten wissen wohl, dass es überhaupt in Südamerika liegt. Obwohl es doch bis vor 33 Jahren noch zu einem unserer Nachbarländer gehörte, nämlich zu den Niederlanden.
Die meisten assoziieren Südamerika wohl vor allem mit Spanien oder Portugal, aber noch heute gibt es drei kleine Länder, die sich sprachlich und kulturell, bedingt durch die Kolonialzeit, von ihren Nachbarländern stark abgrenzen, Französisch-Guayana (Amtssprache Französisch), Guyana (Amtssprache: Englisch) und eben Suriname (Amtssprache: Niederländisch).
Suriname ist das kleinste Land Südamerikas. Es liegt zwischen Französisch-Guayana und Guyana und grenzt im Süden an Brasilien. Und auch bevölkerungsteschnisch ist das Land heute nur noch sehr dünn besiedelt, insgesamt nur rund 500.000 Einwohner. Die meisten Menschen leben in und um die Hauptstadt Paramaribo und in kleineren Dörfern und Staädten, die sich um die Gold- oder Bauxitminen des Landes angesiedelt haben. [...mehr]
Heute kommt der Film “Dr Alemán” in die Kinos, in dem August Diehl (”23″, “Die Fälscher”) einen jungen deutschen Arzt spielt, der in Kolumbien auf der Suche nach Abenteuer sich selbst verliert.
Marc ist 26, Medizinstudent und hat beschlossen sein Praxisjahr in Kolumbien, genauer gesagt in Cali, eine von Kolumbiens Kriminalitäts- und Drogenhochburgen, zu absolvieren. Schon am Flughafen kann er dem Sog dieser neuen Welt nicht wieder stehen und er stürzt sich blind und voller europäischer Ideale mitten hinein in den Sumpf Calis. [...mehr]