Beiträge vom: Mai, 2008

Autor: Nina

Jeder hat schon einmal vom Humanisten Wilhelm von Humboldt gehört, doch auch sein Bruder Alexander ist zu großem Ruhm gelangt. Hat Wilhelm sich eher im Bereich der Philosophie und Kultur einen Namen gemacht, so hat sich Alexander den Naturwissenschaften verschrieben. Sein größter und gewagtester Geniestreich war wohl die Erkundung und Vermessung Südamerikas.

Alexander von Humboldt300 Jahre nach Columbus ist Alexander von Humboldt wohl der erste Europäer, der Südamerika friedlich und ohne finanzielle Hintergedanken entdecken will. Dank seinem diplomatischen Geschick gelingt es ihm, von der spanischen Regierung ungeschränkten Zugang zu allen Orten zu erhalten, eine Art Freibirief.

Zusammen mit seinem Gefährten Aimé Bonpland reist Humboldt bepackt mit unzähligen Messinstrumenten fünf Jahre durch Mittel- und Südamerika. Dabei legen die beiden eine Strecke von fast 3000 km zurück. Doch Humboldt wird von einem solchen Wissensdrang getrieben, dass er die größten Wagnisse eingeht nur um das Land zu vermessen und seine Forschungen anzustellen. Dieser Mann wollte niemanden unterwerfen und keine Macht gewinnen. Er wollte die Erde kennenlernen und zwar ganzheitlich und nicht nur ein kleines Teilgebiet. Öffentlich spricht er sich gegen die Sklaverei aus und bezeichnet diese als”größtes Übel der Menschheit”.

In einem kleinen Boot, ein ausgehöhlter Baumstamm mit einer Länge von 13 m und einer Breite von gerademal 1 m, bereisen Bonpland und er zunächst den Orinoco und den Rio Negro in gesellschaft von Schlangen, Moskitos und Krokodilen. In diesem Boot führen sie etliche wissenschaftliche Instrumente und Messgeräte mit sich, besonders die großen behindern die Bewegungsfreiheit. Und zusätzlich nimmt Humboldt noch zu Forschungszwecken Vögel und Affen in Käfigen mit.

So erkunden sie etliche Kilometer Flussweg und finden zum Beispiel heraus, dass es, entgegen der Lehrmeinung, eine Verbindung zwischen Orinoco und Amazonas gibt. Zweimal kentert das Boot und Humboldt, der nicht schwimmen kann, entrinnt nur knapp dem Tod. Zu allem Übel erkrankt Bonpland auch noch an Tropenfieber. Doch die zwei forschen unbeirrt weiter.

Nach einer schier endlosen Tour durch den Urwald geht es nun durch die Anden, wo Berge bestiegen werden, Vulkane erforscht werden und Höhlen vermessen.

Nach fünf Jahren haben sie unzählige wissenschaftliche Daten und Proben gesammelt, bisher unbekannte Landstriche kartographiert, noch unbekannte Kulturen friedlich und auf Distanz erforscht, neue Pflanzen und Tiere entdeckt und Südamerika der westlichen Welt etwas näher gebracht.

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Autor: Nina

Bananen © topicchioBananenauflauf ist in fast ganz Südamerika eine beliebte Nachspeise. Hier eine Variante, die in Brasilien besonders gern gegessen wird: Bananas ao Forna Especial.

Aber vorsicht, wie fast alle Nachspeisen in Brasilien ist auch diese hier sehr süß und mächtig. Aber sehr lecker… Und auch schnell gemacht… :D

Das braucht ihr dazu (für ca. 6 Personen):

  • 6-8 Bananen (je nach Größe)
  • 100 g Zucker
  • 1 El Zimt
  • Saft einer Zitrone
  • etwas Butter
  • 3 Eier ( Eiweiß und Eigelb voneinander trennen)
  • 500 ml Milch
  • 3 El Stärkemehl
  • zusätzlich 4 El Zucker
  • abgeriebene Zitronenschale von 1 Zitrone

Die Bananen in Scheiben schneiden und schichtweise in eine eingefettete Auflaufform legen. Jede einzelne Schicht zunächst jeweils mit der Mischung aus Zimt und Zucker bestreuen. Anschließend mit Zitronensaft und Butterflöckchen bestreuen. Dann die nächste Schicht hineinlegen und den Vorgang wiederholen. So weitermachen bis die Form voll ist (oder die Bananen verbraucht sind :-) ).

Das Eigelb, die Milch und das Stärkemehl miteinander verquirlen und und über die fertig geschichteten Bananen gießen.

Nun das Eiweiß steif schlagen und bei ständigem Weiterrühren die 4 El Zucker und die Zitronenschale nach und nach hinzufügen. Diese Masse wird dann gleichmäßig über den Bananen verstrichen.

Das Ganze dann im vorgeheizten Backofen bei 175°C ungefähr 20 bis 30 Minuten überbacken bis die obere Schicht goldbraun ist.

Viel Spaß beim Genießen!

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Autor: Nina

Politisch tut sich in Südamerika zur Zeit ja einiges. Nun haben sich die 12 südamerikanischen Staaten dieses Wochenende endlich offiziell zu einem lange geplanten Staatenbündnis zusammengeschlossen, die UNASUR.

Als ich diese Meldung gestern hörte, die in den deutschen Nachrichten zum Teil gar nicht erwähnt wurde, habe ich fast einen Luftsprung gemacht. Endlich kann der gebeutelte Kontinent langsam eine Einheit aufbauen um sich gegen den ausbeuterischen Westen und besonders die USA, den IWF und die Weltbank durchzusetzen.

Präsentation der offiziellen Flagge der UNASUR © dpa

Die UNASUR soll nach dem Vorbild der EU aufgebaut sein und allen Staaten zu mehr wirtschaftlicher und sozialer Stärke verhelfen. Die Unterzeichnung des Vertrages lief weitestgehend harmonisch ab. In fast allen Punkten waren die Staatsoberhäupter einer Meinung. Die einzige Zerreißprobe lieferte (mal wieder) Kolumbien, als Präsident Uribe sich gegen einen gemeinsamen Verteidigungsrat aussprach.

Dabei hätten sie diesen dringend nötig. Die USA verstärken nach und nach ihre Militärpräsenz aufgrund der wertvollen Rohstoffe. Dass Uribe nun den Amis Tür und Tor öffnen will, war aber fast klar, da er eine weitere Marionette der US-Regierung ist. Seine Begründung war die Terrorgefahr. Kommt uns dieser vorgeschobene Grund nicht irgendwie bekannt vor?!

Jedenfalls bleibt zu hoffen, dass die US-Regierung, die eine ähnliche Situation schon einmal in den 60er Jahren vereitelt hat, diese Chance auf Einheit nicht wieder zerstören kann. Damals hatten sie geschickt die aufkeimenden “Unabhängigkeitsbestrebungen” des südamerikanischen Kontinents durch von ihnen hofierte Diktatoren, ich sage nur beispielsweise Pinochet, Stück für Stück zurückgedrängt.

In den nächsten 90 Tagen soll ein Ausschuss nun auf jeden Fall einen neuen Vorschlag bezüglich des Verteidigungsbündnisses ausarbeiten.

Von der UNASUR erwarten sich nun alle Beteiligten endlich ihren verdienten Platz in der Welt sichern zu können. Chiles Präsidentin Michelle Bachelet, die das erste Jahr den organisatorischen Vorsitz haben soll, erklärte, dass die UNASUR zur Verbesserung der Lebensbedingungen und der Kommunikation beitragen und Konflikte, wie den zwischen Kolumbien (!), Ecuador und Venezuela im Keim ersticken solle.

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Autor: Nina

Chichatrinken © payer

So unterschiedlich die Südamerikaner manchmal auch sind, durch manche Gerichte und Getränke werden sie vereint. Natürlich hat jedes Land dabei seine eigene spezielle Art der Herstellung und Zubereitung, aber das Grundrezept ist meist dasselbe. So auch bei Chicha.

Chicha ist ein alkoholhaltiges Getränk aus den Andenregionen und ist in Ländern wie beispielsweise Venezuela, Bolivien oder Chile fast schon so eine Art Nationalgetränk. Mittlerweile gibt es auch einige alkoholfreie Versionen, denn das Zeug ist ziemlich stark.

Chicha wurde schon zu Zeiten der Inka getrunken, wobei die damalige Herstellung auf uns wohl etwas eklig wirkt. Traditionell haben damals nämlich die Frauen aus Maismehl gebackene Fladen solange durchgekaut bis sich die Stärke in Zucker verwandelt hat. Der so entstandene Brei fängt dann leicht an zu gären. Mit anderen Zusätzen versehen enstand so ein bierartiges Getränk. Heute wird diese Methode aber nur noch sehr selten von bestimmten indigenen Völkern praktiziert. Einige verwenden als Basis für die Chicha auch Maniok.

Aufbewahrung der ChichaHeutzutage wird die Gärung anders erreicht und die Basis ist meist Mais. Eine alkoholfreie Variante ist die Chicha morada. Hierfür wird violetter Mais ausgekocht und mit Zucker und Limettensaft verfeinert. Kalt ist dies so erfrisched wie eine Limonade.

In Chile ist eine Form der Chicha aus vergorenen Äpfeln sehr beliebt, die unserem Cidre gleicht. Besonders zu bestimmten Festtagen oder Feiertagen wird diese Variante gern getrunken.

Venezuela hat eine besondere Form der Chicha entwickelt, die Reis-Chicha. Dabei wird Reis mit leicht angegorener Ananasschale und Papélon (eine Art Rohrzucker) zusammen verkocht bis er keine Wasser mehr aufnehmen kann, das man stetig dazu gibt. Das Ganze wird dann püriert. Dieses dickflüssige Getränk wird dann je nach Belieben und Geschmack noch ein paar Tage gären gelassen.

Wenn man durch die Straßen Venezuelas läuft wird man an diversen Verkaufsständen auch der alkoholfreien Variante der Reis-Chicha begegnen. Diese wird mit Milch anstelle des Wassers gemacht. Zudem kommt keine Ananas mit hinein, dafür aber Zimt und süße Kondensmilch. Beim Trinken fühlt man sich dann leicht an eine Mischung aus Milchreis und Milchshake erinnert. :-)

Für uns Europäer mag das jetzt etwas komisch klingen, aber Chicha schmeckt gar nicht so schlecht und man gewöhnt sich auch schnell daran… ;-)

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Autor: Nina

Tukan © laszlo-photo

Man nimmt an, dass rund ein Viertel der Tier- und Pflanzenarten der Welt ihr Zuhause im Amazonasbecken hat. Hier herrscht eine unvorstellbar große Artenvielfalt, von der man vermutet, dass bisher nur ein kleiner Teil erforscht ist. Doch auch hier hat der Mensch natürlich seine Finger im Spiel. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht.

Einige dieser Arten werden wir höchstwahrscheinlich nie kennenlernen, da sie ausgerottet sind, bevor wir sie überhaupt entdecken konnten. Man nimmt zum Beispiel an, dass rund 100 Affenarten, die wir noch nicht kennen, bereits vom Erdball verschwunden sind.

Schmetterlingart © Denise MayumiWir kennen gerade mal 1,4 Mio. dieser Tierarten. Schätzungen gehen allerdings von einer tatsächlichen Existenz von 10 bis 200 Mio. Arten aus. Ein berühmter Naturforscher lief nur eine Stunde durch Amazonien und sammelte dabei rund 700 Schmetterlinge. Kein Einziger glich einem Anderen!

Die Tiere des Regenwalds nehmen Teils die seltsamsten Formen an, da erstens der Waldboden sehr dunkel ist und so wenig Nahrung bietet, und zweitens aufgrund des vielen Wassers. Weite Teile sind Flusslandschaft oder Überschwemmungsgebiet. So können eigentlich fast alle Urwaldbewohner und es gibt im Verhältnis nur wenige Landbewohner wie der Tapir, der Ameisenbär oder Jäger wie der Jaguar. Offiziell gibt es hier über 2000 Fischarten. Das sind mehr als in allen Flüssen der Welt zusammen.

Das meiste Leben spielt sich also zudem in den Wipfeln der hohen Bäume ab. Viele dieser Bewohner sehen so gut wie nie den Boden, wie das Faultier oder diverse Affenarten. Sie sind optimal auf das Leben in der Höhe angepasst, haben zum Beispiel einen Greifschwanz.

Affenart “Micro Macro” © laszlo-photoAus genannten Gründen ist es auch sehr schwer überhaupt hier Tiere zu beobachten, wer das erste Mal im Dschungel ist, wird ziemlich enttäuscht sein. Denn hinzu kommt auch noch, dass fast alle Tiere sehr klein sind und rund zwei Drittel von ihnen sind auch noch nachtaktiv.

Und auch die Vegetation des Dschungels könnte nicht unterschiedlicher sein. Von ein paar Savannen über Sumpf- und Mangrovenwälder bis hin zu Berg- und Trockenwäldern ist fast alles vertreten. Allein 25.000 Orchideenarten findet man hier in Amazonien.

Zu diesem Thema könnte man noch tausend Dinge erzählen. Wer mehr über die faszinierende Welt wissen möchte, kann sich beispielsweise bei amzonas.de mehr Infos holen.

…Fortsetzung folgt: Teil 4 - Der Fluss…    [...mehr]


Autor: Nina

Gestern ist er zu Ende gegangen, der vielbesungene und -diskutierte EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima. Es wurde einiges darüber berichtet, Skandale wurden geschürt und dann war doch alles schön. Doch was kam bei dem Gipfel nun eigentlich heraus?

Bis zum Jahr 2015 soll die Armut in Lateinamerika um die Hälfte reduziert werden und man will sich zudem noch verstärkt für den Klimaschutz einsetzen. Toll! Das klingt ja alles ganz schön. Aber hat man in den Medien noch etwas darüberhinaus gehört? Da sitzen rund 2000 wichtige Regierungs- und Handelsvertreter zwei Tage lang zusammen rum und man will uns weiß machen dies sei das Ergebnis? Da haben sie sich aber lange Zeit einfach angeschwiegen, oder?!

Demo zum “Gipfel der Völker” - Kein Landraub für Tempo © robinwood

Vielmehr dient der Gipfel dazu den Einfluss der westlichen Mächte auf Südamerika zu festigen und ihren Würgegriff enger zu ziehen. Die EU sieht mit den aufkommenden linken Regierungen Südamerikas ihre wirtschaftliche Vormachtstellung in Gefahr. Was fällt den Ländern auch einfach ein ihre Ressourcen für sich und ihre hungernde Bevölkerung ganz allein haben zu wollen?!

Und genau darum geht es der EU. Sie wollen die Ressourcen, das Erdgas und Erdöl usw. Und war da nicht auch noch so eine Diskussion um Brasilien und den Biosprit? Brasilien ist Führer im Anbau von Zuckerrohr, aus dem dann der Biosprit hergestellt wird. So, Öko schön und gut, aber davon will der Westen nun auch etwas abhaben. Und wo bekommt man die Anbaufläche her? Genau, man holzt einfach den Regenwald ab, da die reichen westlichen Handelpartner ja so viel Druck machen. Doch jetzt wollen die auf einmal die Umwelt schützen und Merkel will den Regenwald stehen lassen. Was macht man also nun? Genau, man nimmt einfach tausenden von Kleinbauern ihr Land und ihre Existenz weg um auf dem Weltmarkt mithalten zu können. Bravo, Frau Merkel, ein tolles Sozialkonzept!

Und dies ist nur ein kleines Beispiel für das Niederbrettern des arroganten Westens gegenüber Südamerika. Und nun versteht man auch, warum so inhaltslos darüber berichtet wurde. Es geht um unschöne Geschäfte!!!

Chávez und MoralesEs wundert mich also nicht, dass Präsidenten wie Hugo Chávez und Evo Morales ihre Zeit lieber auf dem Gegen-Protest-Gipfel, dem “Gipfel der Völker” verbrachten, als sich das westliche Geheuchel anzutun…

Weitere Infos findet ihr hier, u.a. das “Tribunal der Völker”, in dem einigen Multis symbolisch der Prozess gemacht wurde.

Ein guter Artikel über die Stellungnahmen von SPD und CDU zum Gipfel findet ihr bei telepolis…    [...mehr]


Autor: Nina

Jeder kennt sie, und wenn nicht aus freier Wildbahn, dann zumindest aus einem Zeichentrickfilm: die kleinen gepanzerten Gürteltiere, die sich bei drohender Gefahr mal schnell zu einer Kugel zusammenrollen können. Aber diese faszinierenden Tiere sind nicht nur drollig. Sie sind durch ihre Abwehrmechanismen erstaunlich gut geschützt und an ihre Umwelt angepasst.

Gürteltier von vorne © suneko

Sie sind die einzige Säugetierfamilie, die von den sogenannten Gepanzerten Nebengelenktieren bis heute überlebt hat. Es gibt Gürteltiere schon seit über 1o Mio. Jahre in Südamerika. Langsam haben sie sich aber auch nach Mittelamerika ausgebreitet. Damals waren Tiere ihrer Art noch rund 2 m lang und 270 kg schwer.

Heute bringen die größten von ihnen, die Riesengürteltiere, bei einer Länge von einem Meter gerade mal 60 kg auf die Waage. Die kleinste Art ist der Gürtelmull: 15 cm lang und 100 g schwer. :-) Vor allem im Süden Südamerikas, also in Brasilien, Bolivien, Argentinien und Paraguay, sind die Armadillos (spanische Bezeichnung, “Die Gepanzerten”) weit verbreitet.

Gürteltier © austinevanFast die gesamte Körperoberfläche ist von einem Panzer aus Horn- und Knochenplatten umgeben, der in der Haut gebildet wird. Dieser Panzer besteht aus einzelnen Platten, der die durch Hautlappen verbunden werden. Dies bildet den “Gürtel” und bietet dem Tier optimale Beweglichkeit. Bei drohender Gefahr rollen die meisten von ihnen sich wirklich zu einer Kugel zusammen. So sind sie rundum geschützt und kein Fressfeind, außer der Jaguar, kann den Panzer durchbrechen.

Mit ihren 15 cm langen Krallen halten sie den Rekord der größten Krallen im Tierreich. Diese dienen zur Verteidigung, zum Graben ihrer Höhlen und zur Nahrungssuche. Gürteltiere können sich sogar durch Beton buddeln. Termiten, andere Insekten oder wirbellose Tiere stehen vor allem auf ihrem Speiseplan.

Faszinierend ist auch, dass bei der Fortpflanzung Gürteltierweibchen die befruchteten Eizellen monatelang im Körper speichern können, bevor die weitere Entwicklung folgt. So schützen sie den Nachwuchs vor schlechten Zeiten und Bedingungen.

Über diese drolligen Tiere gäbe es noch viel zu erzählen.

Weitere Infos findet ihr daher unter guerteltier.de…    [...mehr]


Autor: Nina

Schon viel zu lange haben die westlichen Mächte und Organisationen wie die Weltbank und IWF Lateinamerika ausgenutzt und benutzt. Doch in den letzten Jahren versuchen immer mehr südamerikanische Länder unabhängiger zu werden, das zeigt sich schon allein in ihrer Wahl “linker” Staatsoberhäupter.

Nur noch wenige südamerikanische Staaten wie Kolumbien befürworten den Kurs des Westens und vor allem Amerikas. Wir schleichen uns in diese Länder unter dem Vorwand der humanitären Hilfe und nutzen in Wirklichkeit nur die wirtschaftlichen Faktoren, wie beispielsweise ihre Erdöl- und Erdgasvorkommen, aus. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Neue Geschäfte werden wieder am 16. und 17. Mai auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel (allein schon der Name macht stutzig!) in Lima gemacht werden und dies alles unter dem arroganten Deckmantel den so benachteiligten Ländern helfen zu wollen. Die vom Westen so angepriesenen und lange versprochenen Sozialprogramme werden in Wirklichkeit finanziell von den Regierungen Brasiliens, Venezuelas, Kubas und Argentiniens getragen.

In Anbetracht dieser verhehrenden Tatsachen, von denen ich hier jetzt noch Hunderte aufzählen könnte, ist es aus meiner Sicht absolut verständlich, dass einer der südamerikanischen Staatsoberhäupter einmal laut seinem Ärger Luft macht.

Hogo Chávez © apHugo Chávez‘ kürzliche Äußerungen, dass Angela Merkel derselben rechten Seite angehöre, wie es einst Hitler tat, halte ich zwar für einen extrem überzogenen und inkorrekten Vergleich, aber wenn man den Hintergrund kennt ist dieser Wutausbruch durchaus verständlich. (Die komplette Rede von Chávez, aus der das Zitat stammen soll, ist übrigens auf deutsch nicht erhältlich. Wir müssen uns also mit dem aus dem Zusammenhang gerissenen Satz zufrieden geben.) Merkel hatte dazu aufgefordert, von Venezuela politisch und wirtschaftlich Abstand zu nehmen! Was für eine Frechheit! Aber Diktaturen wie China hofieren!

Ich will mich hier jetzt auch nicht auf die Seite Chávez stellen, da ich mit seinen Handlungen auch nicht ganz einverstanden bin, aber es ist gut, wenn die Südamerikaner endlich ihre verdiente Position behaupten und nicht nur stillschweigend die Ungerechtigkeiten des Westens ertragen.

Ob Chávez nun George Bush als den Teufel beschimpft, den spanischen Präsidenten in einer Rede unterbricht, den prowestlichen Uribe als Lügner hinstellt oder Angela Merkel mit Hitler n Verbindung bringt, dies alles sind Entgleisungen der Verzweiflung Südamerikas. Es wird Zeit, dass Südamerika aufsteht!

(Demnächst werde ich näher auf den Konflikt Westen-Südamerika eingehen und euch natürlich auch über den Gipfel in Lima so gut es geht auf dem Laufenden halten. :-) )    [...mehr]


Autor: Nina

Unter Seefahrern gibt es ja viele Legenden, doch fast kein Ort auf den Meereskarten hat die Fantasie so beflügelt wie Kap Horn. Die Umseglung des Kaps gehörte lange Zeit zu einer der gefährlichsten und schwierigsten Routen der Welt.

Das Kap Horn wird häufig, wohl aufgrund seines Bekanntheitsgrads, als der südlichste Punkt Amerikas bezeichnet. Doch eigentlich sind die 100 km weiter südwestlich gelegenen und zu Chile gehörenden Diego-Ramirez-Inseln geographisch am südlichsten.

Kap Horn © Simon DavisonKap Horn ist die Landspitze der chilenischen Felseninsel Isla Hornos. Das Klima hier ist kühl und feucht. Durchschnittlich regnet es hier 280 Tage im Jahr. Dadurch, dass durch den Pazifik und den Atlantik kalte und warme Wassermassen aufeinandertreffen, gibt es ständig eine extrem starke Strömung nach Osten. Zudem entstehen warme und kalte Luftmassen, die durch ihr Aufeinandertreffen Orkane von bis zu 160 km/h erzeugen können.

Man kann schon verstehen, dass zu Zeiten der Segelschifffahrt hier unzählige Schiffe unergingen. Die Besatzung hatte mit herumtreibenden Eisbergen zu kämpfen, der ständige Regen behinderte die Sicht, unberechenbare Winde bließen plötzlich seitwärts gegen das Schiff. Zudem wurde durch die hohen Wellen das Deck häufig mit kaltem Wasser überflutet, die Taue froren und die Segel wurden steif.

Daher wird es wohl auch keinen Wundern, dass vor Kap Horn der größte Schiffsfriedhof der Welt liegt. Schätzungsweise versanken über 800 Schiffe und 10.000 Menschen in den eisigen Fluten. Daher wurde 1936 die Gesellschaft der “Kap Hoorniers” ins Leben gerufen, in die jeder aufgenommen wird, der die Umseglung mit einem Handelssegler ohne Hilfsmotor schafft.

Blick über Bucht von Kap Horn © Simon DavisonAngeblich hat dies der niederländische Seefahrer Willem Schouten 1616 das erste Mal geschafft. So wurde Kap Horn dann auch nach seinem Geburtsort Hoorn benannt. Doch laut zuverlässiger Quellen hatte Sir Francis Drake das Kap bereits 30 Jahre vorher entdeckt. England erklärte die Existenz der Passage aber für strenggeheim, da es damals nur durch die von Spanien kontrollierte Magellanstraße möglich war vom Atlantik in den Pazifik zu kommen. Die englische Königin wollte niemand anderem am Erfolg der möglichen zweiten Passage teihaben lassen.

Die letzte Umseglung Kap Horns nur mit einem Handelssegler gelang einem Deutschen am 13. Januar 2006.

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Autor: Nina

Empanadas © blmurch

Empanadas sind gefüllte Teigtaschen, die in fast ganz Südamerika gegessen werden. Jedes Land hat da natürlich seine Variante. Sie werden je nach Lust und Laune gefüllt. So sind die Empanadas ein wahres Multitalent.

In Argentinien in der Stadt Famaillá in der Provinz Tucumán findet sogar alljährlich im September ein Fest statt, wo sich die besten Empanadas-Bäcker sich messen.

Die Empanadas können deftig (von mild bis scharf), aber auch süß gefüllt werden. Am beliebtesten ist eine Füllung mit Rindfleisch (”empanada de carne”) oder mit Hühnchen (”empanada de pollo”). Häufig werden sie im Steinofen zubereitet oder sie werden fritiert, dann heißen sie auch “Pastel”. In Argentinien und Chile werden sie meist halbförmig gegessen. In anderen Ländern wie beispeilsweise Peru sind sie häufig rund.

Hier nun also das Rezept für 2 Portionen:

  • 1,5 Tassen Mehl
  • 1,5 TL Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zucker
  • 1 Tasse heißes Wasser oder heiße Milch
  • Öl

Empanada mit Hackfleischfüllung © aokattunMehl, Salz, Zucker und das Backpulver gut miteinander vermischen. Das Ganze zu einem Berg auf einer glatten und sauberen Arbeitsfläche “aufschütten” und ober einen kleinen Krater hinein machen. Nun die Butter hineingeben und nach und nach, ganz langsam, das heiße Wasser oder die Milch hineinschütten, solange bis ein glatter Teig entsteht. Die Zutaten nur kurz vermischen und den Teig nicht kneten!

Dann den Teig in ein feuchtes Tuch geben und kleine Portionen davon entnehmen. Aus den einzelnen Stücken kleine Kreise mit einem Nudelholz ausrollen (ca. 10 cm Durchmesser). Nun kann man eine Füllung nach eigenem Gusto in die Mitte der Scheibe geben. (zum Beispiel: Käse, Tomaten, Zwiebeln, Hühnchen und Paprika).

Die Ränder des Teiges befeuchten und die Empanadas zu halbmondförmigen Teigtaschen zusammenklappen. Die Ränder gut verschließen. Am besten mit den Zinken einer Gabel festdrücken, damit die Füllung nicht herauslaufen kann.

Nun das Öl erhitzen und die Empanadas von beiden Seiten jeweils ungefähr 1 1/2 Minuten fritieren bis sie goldbraun sind. Zum Schluss die Taschen noch auf Küchenkrepp oder Backpapier abtropfen lassen. Fertig! Unbedingt heiß servieren…

Guten Appetit!

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