Beiträge vom: April, 2008

Autor: Nina

Jaguar © Glen Bowman

Seit jeher fasziniert der Jaguar die Menschen Südamerikas. Bei vielen indigenen Völkern taucht er in Fabeln oder sogar als Gottheit auf. Doch, was macht dieses Tier so besonders?

In der Religion der Maya hatte der Jaguar schon immer eine wichtige Rolle. Der Gott der Unterwelt kam beispielsweise in der Gestalt dieses Tieres daher. In einigen Maya-Traditionen ist das Wort Jaguar eine Art Titel für Prinz, Prinzessin oder Herrscher. Nur den Königen der Maya war es vorbehalten sich mit Jaguarfellen zu schmücken und unzählige Adelsfamilien machten das stolze Tier zu einem Bestandteil ihres Namens.

Jaguar © Beige AlertBei den Azteken war die oberste Kriegerkaste in Jaguarfelle gehüllt, die sogenannten Jaguar-Krieger.

Wie kein anderes Tier in Südamerika verkörpert der Jaguar Anmut und Stolz. Er gilt als der perfekte Jäger, leise und blitzschnell.

Jaguare sind sogenannte Anschleichjäger, d.h. sie pirschen sich fast unbemerkt an ihre Beute, meist Hirsche, Tapire, Gürteltiere oder Fische, heran um dann gezielt und plötzlich zuzuschlagen.

Nach dem Tiger und dem Löwen ist der Jaguar die drittgrößte Raubkatze der Erde. Sie kommen vor allem im Dschungel des Amazonas vor, aber auch an dessen Rand und in Savannen, von Mexiko bis Argentinien. Er liebt Landstriche, die ausreichend bewaldet sind und so unzählige Versteckmöglichkeiten bieten, wobei Buschland oder hohes Gras in manchen Gegenden auch ausreichen.

Jaguar © russeljsmithSeine Kopfrumpflänge beträgt 150 bis sogar 180 cm, wozu noch ein 40-70 cm langer Schwanz kommt. Ein besonderes Merkmal des Jaguars sind die schwarzen Ringflecken, die kleinere Tupfen umschließen. Manchmal kann es passieren, dass das Fell gänzlich schwarz ist. Diese Tiere werden dann, wie auch beim Leopard, als schwarze Panther bezeichnet.

Durch die Abholzung des Regenwaldes wird der natürliche Lebensraum dieser Tier immer mehr zerstört. Allein in den letzten Jahren, hat sich dieser um 50% verringert. Auch die Menschen breiten sich in diesen Gebieten immer weiter aus, wo sie den Jaguar als Viehräuber jagen. Und obwohl der Fellhandel durch das Washingtoner Artenschutz-Abkommen stark eingeschränkt wurde, erzielen ihre Felle immer noch hohe Preise auf dem Schwarzmarkt. Noch gehört der Jaguar zwar noch nciht zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, doch bei dieser Entwicklung ist dies nur eine Frage der Zeit.

Man muss alles dafür tun, dass dieses faszinierende Tier, das unzählige Kulturen inspiriert hat und auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des Dschungels ist, erhalten bleibt.

Wer mehr über Raubkatzen wissen möchte, findet einen interessanten Überblick bei jaguare.de…    [...mehr]


Autor: Nina

Pabellón criollo @ travelblogDAS Gericht in Venezuela ist wohl Pabellón criollo. Es wird zu allen Gelegenheiten gereicht. Die Venezolaner essen dieses Gericht aus Rindfleisch, schwarzen Bohnen und Kochbananen gerne mit Reis, aber auch Spaghetti (in Südamerika gibt es so einige Nudelgerichte, die uns komisch erscheinen mögen :-) ).

Da die schwarzen Bohnen hier relativ schwer aufzutreiben sind, aber echt lecker schmecken, empfehle ich, falls es keinen speziellen Laden oder Metro in eurer Nähe gibt, sie im Netz zu bestellen, z.B. bei brasil-shop24.de. Zur Not tun es aber auch Kidney-Bohnen o.ä. (Auch hier wieder ein Kuriosität :D : In Venezuela werden die Bohnen gerne mit Mayo gegessen…)

Hier nun also das Rezept für das Nationalgericht Pabellón criollo:

Folgendes braucht ihr dazu:

  • 1 kg Rindfleisch (Suppenfleisch)
  • 500 g schwarze Bohnen (caroatas negras)
  • 500 g Reis (arroz)
  • 500 g Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 4 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
  • Koriander (Menge je nach Geschmack)
  • Öl
  • 1 Kochbanana (plátanos fritos)

Bereits am Vorabend die schwarzen Bohnen waschen und über Nacht in einem Topf mit Wasser einweichen lassen.

Nun zum eigentlichen Kochen: Das Fleisch etwa 1 1/2 Stunden kochen. Die Tomaten und 2 Zwiebeln in Würfel schneiden und die Knoblauchzehen zerdrücken.

Wenn das Fleisch gar ist, es mit den Händen in kleine Stücke zerpflücken. Dann in einem Topf das Öl erhitzen und die Tomaten, das Tomatenmark, die mit Salz, Pfeffer und Koriander abschmecken. Das Ganze dann nochmal eine halbe Stunde vor sich hinbrutzeln lassen.

Die eingeweichten Bohnen abtropfen lassen und dann mit den beiden anderen gewürfelten Zwiebeln anbraten. Dazu nun etwas Wasser, Salz, Pfeffer und, wer will noch ein wenig Koriander und Knoblauch, dazugeben. Alles ungefähr 1 1/2 Stunden köcheln lassen bis eine Art Bohnenbrei entsteht (gegebenenfalls zwischendrin etwas Wasser oder Gemüsebrühe nachschütten).

Die Kochbanane wird der Länge nach in dünne Scheiben geschnitten und in etwas Öl goldbraun gebraten.

Den gekochten Reis auf einem Teller in die Mitte geben, die Bohnen und die Bananenscheiben darum anrichten und das Fleisch zuoberst legen. Fertig!

Guten Appetit! Bom apetite!

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Autor: Nina

Parintins © leituras favre

Der Karneval in Brasilien ist weltweit berühmt. Doch es gibt ein weiteres Folklorefestival, das bei vielen Brasilianern, besonders im Amazonasgebiet, noch beliebter ist: Das Festival von Parintins.

Parintins ist ein die meiste Zeit des Jahres ein beschauliches kleines Städtchen auf der rechten Uferseite des Amazonas gelegen, rund 420 km Flussweg von Manaus entfernt.

Festival von Parintins © obaobaDoch einmal im Jahr in der Zeit vom 23. bis zum 30. Juni verwandelt sich Parintins in einen feierwütigen Hexenkessel. Das ganze Jahr über haben sich die Bewohner auf ihr Festival vorbereitet. Dann tanzen Menschen durch die Straßen und sind so laut und lebensfroh wie es eben nur Brasilianer sein können.

Das Festival geht auf indianische Mythen und Riten zurück. Die ersten Tage wird in prächtigen Kostümen getanzt und gefeiert. Doch alles geht auf das große Finale des Festes zu, ein Showwettstreit, der sich an Kreativität und Farbenpracht ständig selbst übertrifft.

Es treten hier zwei Gruppen im Kampf um die beste Performance an, Garantido und Caprichoso. Zu welcher Partei man gehört ist in Parintins eine Ehrensache und man zeigt es auch durch das tragen der entsprechenden Farbe - rot tragen die Garantidos und blau die Caprichosos.

Jede Gruppe hat das ganze Jahr über fieberhaft an ihrem Auftritt gearbeit. Sie haben bunte und fantasievolle Kostüme gebastelt und riesige Puppen, die auf Sagen und Geschichten der Region Bezug nehmen, gebaut.

Große Schlange © dobrazilIn den letzten drei Tagen tanzen über 10.000 Darsteller zu ohrenbetäubender Musik in einem riesigen, eigens dafür gebauten, Stadion,dem “Bumbodromo”, zu den Rufen und dem lauten Jubel des Publikums. Legenden, wie die der “Großen Schlange”, werden dargestellt und gefeiert.

Doch der Höhepunkt ist die Ankunft des Boi (des Ochsen), die mit feuerwerkssalven angekündigt wird. Hier zeigt sich nun welche Gruppe die Legende vom “Tod des Ochsen” am besten darstellen kann. Die Zuschauer feuern lauthals ihre Seite an.

“Mae Caterina” ist schwanger und hat wahnsinnige Lust auf Ochsenzunge. Ihr Mann tötet ihr zuliebe den Lieblingsochsen seines Herren. Doch dieser entdeckt die Tat und lässt den werdenden Vater in Ketten legen. Ein Pater und ein Medizinmann befreien ihn und beleben den Ochsen wieder.

Die Gruppe, die nun mit ihrer Darstellung das Stadion am meisten zum Kochen gebracht hat, ist der Sieger des Festivals und ein Jahr lang der Stolz der Stadt.

So viel Lebensfreude und Enthusiasmus kann man, glaube ich, nur in Südanerika erleben. Das Festival von Parintins ist ein unvergessliches und mitreißendes Erlebnis, das man am besten mit eigenen Augen sehen muss.

Reiseveranstalter wie brasilien.de bieten inzwischen sogar Touren nach Parintins an.

Dies sollte man sich nach Möglichkeit nicht entgehen lassen…



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Autor: Nina

Fernando Lugo © inaperuto

Seit gestern steht es fest: Nach Venezuela, Bolivien, Ecuador, Brasilien, Argentinien, Uruguay und Chile, hat sich nun auch das Volk Paraguays für eine Mitte-Links-Regierung entschieden. Der neue Staatschef heiß Fernando Lugo, der die Wahl mit 41% aller Stimmen klar gewann.

Der ehemalige katholische Priester beendet mit seinem Einzug ins Parlament die seit 61 Jahren in Paraguay vorherrschende Hegemonie.

“Ich werde für die Armen und die Schwachen arbeiten, und dieses Land soll für seine Ehrlichkeit und nicht mehr für seine Korruption bekannt sein“, sagte Lugo in einer Ansprache vor tausenden von Anhängern in der Hauptstadt des Landes Asunción.

Bis 2006 war der 56-Jährige noch katholischer Priester, der sich besonders für die Armen des Landes einsetzte. Da er als Bischof für die linksgerichtete Theologie der Befreiung eintrat, wurde er immer wieder scharf vom Vatikan kritisiert. Um für in die Politik einsteigen zu können musste er dann schließlich sein Priesteramt aufgeben.

Nichtsdestotrotz konnte sich der Politikneuling gegen die fast schon allmächtige Colorado-Partei durchsetzen, die in etliche Korruptionsgeschäfte verwickelt waren und denen es nicht gelang die wirtschaftliche Lage Paraguays zu stabilisieren.

In seiner Amtszeit will sich Lugo verstärkt für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzen. Zudem hat er eine Argrarreform angekündigt und die Gewinne aus dem gemeinsam mit Brasilien geführten Wasserwerks Itaipú gerechter zu verteilen. Diese Ziele könnten ihm aber erhebliche Probleme mit Brasilien und den Großgrundbesitzern bereiten. Außerdem hat er sich, wie viele Regierungen Südamerikas, sinnigerweise vorgenommen, das Land unanhängiger vom IWF und der Weltbank zu machen.

Man kann nur hoffen und wünschen, dass Fernando Lugo seinen Ziele durchsetzen kann und den lang ersehnten politischen und wirtschaftlichen Aufschwung Paraguay bringen kann.

Hier noch eines seiner Wahlvideos:



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Autor: Nina

Blick auf den Zuckerhut © Phillie Casablanca

Neben dem Cristo Redentor, der Christusstatue auf dem Corcovado, ist der Zuckerhut das wohl berühmteste Wahrzeichen Rio de Janeiros. Jährlich kommen tausende von Besuchern hierher um den malerischen Ausblick über die Stadt und das Umland zu bewundern.

Seinen Namen verdankt der Zuckerhut wahrscheinlich seiner Form. Er sieht eben aus wie ein Zuckerhut. Aus portugiesisch, der Landessprache Brasiliens heißt er “Pao de Acúgar”, was soviel heißt wie “Brot aus Zucker”. Dass die Brasilianer im allgemeinen eine Vorliebe für Süßes haben ist ja bekannt. Das Land ist der zweitgrößte Zuckerproduzent weltweit und noch mehr sogar verbrauchen die Brasilianer (pro Kopf circa 53 Kilo Zucker jährlich).

Seilbahn zum Zuckerhut © Phillie CasablancaDoch so süß und einladend der Name auch klingt, mit seinen 396 m hat er dermaßen Steile Hänge, dass ein Aufstieg normal zu Fuß gar nicht möglich ist. Man sollte für das Erklimmen schon ein ordentlicher Bergsteiger sein.

Doch zum Glück gibt es eine Seilbahn zum Gipfel. Die Einheimischen nennen die Drahtseilschwebebahn “O Bondinho”. Das Besondere an ihr ist, dass sie fast rundherum verglast ist, so dass man schon bei der Fahrt hinauf einen genialen Ausblick hat. Sie arbeitet sich in zwei Etappen gen Gipfel. Der erste Abschnitt wurde 1912 erbaut, der zweite, der dann schließlich bis ganz nach oben fährt, erst ein Jahr später.

Die steilen Drahtseile der Bahn haben anscheinend schon immer die kühnsten Fanatsien in den Köpfen der Menschen ausgelöst. 1967 fuhr ein Deutscher mit seinem Motorad die Seile hinauf und 1977 wagte ein Drahtseiltänzer es bis zum Gipfel darüber zu balancieren. Auch die Filmindustrie war nicht minder fasziniert. In “Moonraker” kämpft 007 (Roger Moore) während der Seilbahnfahrt zum Zuckerhut gegen seinen Widersacher mit dem eisernen Gebiss.

Blick vom Zuckerhut © Phillie CasablancaOben angelangt hat man schließlich einen atemberaubenden Blick über Rio de Janeiro. Auf der rechten Seite sieht man die Bucht von Guanabara. Links erstrecken sich die Traumstrände Copacabana, Ipanema und Leblon. Schaut man in dieser Position geradeaus sieht man die Christusstatue auf dem Corcovado.

Wer Rio de Janeiro besucht, darf sich eine Fahrt auf den Zuckerhut nicht entgehen lassen.

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Autor: Nina

Lula da Silva © brasilescolaMit Luiz Inácio Lula da Silva in Brasilien hat ein weiteres Land Südamerikas einen linken Präsidenten, nur schafft dieser es geschickt die Balance zwischen Kapitalismus (IWF und Weltbank) und den eigenen Interessen seiner Arbeiterpartei zu halten.

Luiz Inácio da Silva, der sich auch von seinem Volk beim Spitznamen “Lula” rufen lässt, wurde 1945 in Caetés im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco geboren. Seit 1952 verbrachte er aber den größten Teil seiner Kindheit und Jugend mit seinen sieben Geschwistern in Sao Paulo, wo seine Famlilie in armen Verhältnissen lebte. Er musste mit 12 Jahren die Schule abbrechen und anfangen Geld zu verdienen um der Familie finanziell unter die Arme zu greifen. Er machte schließlich eine Ausbildung zum Metallfacharbeiter, als was er auch Jahre lang tätig war.

Über seinen Bruder kam er Ende der 60er Jahre in Kontakt mit der Gewerkschaftbewegung. Schnell war er hier sehr engagiert eingebunden und wurde beireits 1969 in den Vorstand gewählt. Er organisierte einige groß angelegte Streiks und saß deshalb auch einen Monat lang im Gefängnis.

1980 gründete schließlich mit einigen Gewerkschaftern und Intellektuellen die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores). Innerhalb von zwei Jahren war sie bereits landesweit vertreten und hatte über 400.000 Mitglieder.

Seit 1989 trat Lula da Silva bei allen Präsidentschaftswahlen erfolglos an. Der Politiker war zwar beim Volk sehr beliebt, aber sein Auftreten als Arbeiter fand nicht bei allen eine Zustimmung.

Zu den Wahlen 2002 verabschiedete er sich vom Image des Arbeiters und schlüpfte in Krawatte und Anzug, zudem stellte er sein Programm zum Loslösen von der Weltbank in den Hintergrund und betonte stattdessen den Kampf gegen Hunger und Armut. Und schwups, war er Präsident… ;-)

Lula da Silva versteht sich sehr gut im Taktieren und in der Diplomatie. Er befriedigt einerseits die Interessen der Arbeiter, indem er zum Beispiel für neue Arbeitsplätze sorgt, verärgert aber andererseits auch nicht den IWF.

Während er Präsident war schaffte er es Brasilien strikt auf Stabilitätskurs zu halten und die Banken erzielten Rekordgewinne.

2006 wurde er zu einer zweiten Amtszeit gewählt. Hoffentlich kann da Silva den Aufwärtstrend Brasiliens halten.



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Autor: Nina

Vulkanausbruch © desmonheart78

 

Heute Morgen ist der Vulkan Nevado del Huila im Südwesten Kolumbiens ausgebrochen.

Der Ausbruch begann um 23:08 Uhr Ortszeit (bei uns 4:08 Uhr morgens) und dauert bis jetzt an. Wie lange die Eruptionen noch weitergeht, kann zur Zeit niemand sagen. Momentan spuckt er “nur” heiße Asche und kleinere Geröllteile, aber laut dem örtlichen Institut für Geologie, sind dies die Vorboten eines kommenden Ausbruchs.

Die kolumbianischen Behörden haben “roten Alarm” ausgerufen und rund 13.000 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden.

Aber die Region ist solche Aktivitäten leider gewohnt. Regelmäßig sorgt der Vulkan für kleinere Ausbrüche und Erdbeben. Deshalb gilt das Gebiet um den Nevado del Huila auch als besonders gefährlich.

Er ist mit 5.750 m der nicht nur der höchste Vulkan in den Anden Kolumbiens, sondern auch auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel. Das Gebiet um ihn herum ist logischerweise nur dünn besiedelt, vor allem Leben hier indigene Völker.

Vergleichbare Aktivitäten des Krakatau in Indonesien © flydimeBei einem größeren Ausbruch wären riesige Schlammlawinen zu befürchten, da seine ausgedehnte Gipfelvergletscherung für einen Niederschlagsreichtum in der Region sorgt. In den letzten Jahren ist der Gletscher immer weiter zurückgegangen und hat so ein Ausbruchswahrscheinlichkeit erhöht.

Sowieso sind die Anden ein Raum stärkster seismischer und vulkanischer Aktivität. Doch aufgrund der abgelegenen Lage ist der nördliche Bereich der Vulkankette Kolumbiens und Venezuelas noch relativ wenig erforscht. Erst seit ein Nachbarvulkan des Nevado del Huila, der Nevado del Ruiz, 1985 eine ganze Stadt samt den 22.000 Einwohnern vernichtete, hat man begonnen sich näher für dieses Gebiete zu interessieren und die Vorsichtsmaßnahmen zu erhöhen.

Bleibt abzuwarten wie sich die aktuelle Lage um den Nevado del Huila weiterentwickelt und für die Anwohner zu hoffen, dass es nicht zu einer Katastrophe kommt.

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Autor: Nina

Fluss Amazonas © L.Marcio Ramalho

Fast kein anderes Gebiet auf der Welt steht so für Dschungel und Artenvielfalt wie das Amazonasbecken im nördlichen Teil Südamerikas. Die einen halten es für eine unerträgliche und wilde grüne Hölle. Andere wiederum lassen sich von der enormen Artenvielfalt dieses faszinierenden Ökosystems beeindrucken.

Hauptverkehrsweg des Amazonas: Wasser © AmetxaDas Amzonasbecken verdankt seinen Namen logischerweise dem Fluss Amazonas, der mit seinen über 100.000 Nebenflüssen das gesamte Gebiet speist. Er umfasst ein Fünftel des Süßwassers der Erde und ist somit das größte Flusssystem der Welt.

Durch diese enormen Wassermassen konnte der größte zusammenhängende Regenwald unseres Planeten entstehen. Das warm-feuchte tropische bis subtropische Klima mit Temperaturen von 20 bis 28°C und einer hohen Niederschlagsrate bietet die idealen Lebensbedingungen für eine unglaublich große Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

Amazonas © GidsickiWohl über die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde kommen hier vor. Auf weniger Quadratkilometern gibt es mehr Pflanzenarten als in ganz Europa. Man schätzt, dass es im Amazonasbecken zwischen fünf bis zehn Millionen verschieden Arten gibt, davon an die 750.000 Insekten-, 40.000 Wirbeltier- und 250.000 Pflanzenarten. Und erst ein Bruchteil von ihnen ist erforscht oder gar entdeckt worden.

Das Gebiet des Amazonasbeckens zieht sich übrigens über neun südamerikanischen Staaten: Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru, wobei zwei Drittel der Fläche in Brasilien liegen.

Amazonasbecken © GidsickiUnd dieses faszinierende Ökosystem, das so wichtig für das Weltklima ist, ist vom Aussterben bedroht. Um so mehr muss man sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. (dazu mehr in Teil 5…)

Viele Reiseveranstalter bieten unterschiedliche Möglichkeiten an, die einem einen Einblick in diese beeindruckende Welt geben können. Von Survivaltouren über Kreuzfahrten gibt es für jeden Geschmack etwas. Näheres unter zum Beispiel amazonasreisen.de.

Dieses grüne Paradies muss unbedingt erhalten bleiben!

…Fortsetzung folgt: Teil 2 - Bevölkerung… ;-)

mehr auch unter: einfach-sehenswert.de

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Autor: Nina

Obwohl sie Pfeilgiftfrösche heißen werden nur ganz wenige Arten für die Herstellung des Pfeilgiftes Curare verwendet. Trotzdem verdienen sie absolut die Bezeichnung giftig, da manche dieser Tierchen schon durch bloßes Berühren tödlich wirken.

Die bunten Frösche mit ihrem exotischen Aussehen werden auch Baumsteiger- oder Färberfrösche genannt und gehören zur Familie der Froschlurche. Weiterhin existieren von ihnen über zehn Gattungen, die wiederum in rund 160 verschiedene Arten unterteilt werden können.

Sie leben in den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas. Einige findet man aber auch im Hochland Ecuadors. Einige Arten dieser tagaktiven Frösche stehen unter Artenschutz und der Handel mit ihnen ist stark reglementiert.

“Schrecklicher Pfeilgiftfrosch”Durch ihre Hautdrüsen scheiden sie Gifte aus, die je nach Art tödlich sein können. Das Gift schützt sie vor Fressfeinden und wehrt Mikroorganismen und Pilze auf der Haut ab. Bei manchen reicht das bloße Berühren schon um vergiftet zu werden, bei vielen ist es aber so, dass das Gift erst in die Blutbahn kommen muss und so das Nervensystems des Opfers lahmlegt. Letzteres ist in den meisten Fällen das Gift “Batrachotoxin”, das Muskel- und Atemlähmungen hervorruft. Schlimmstenfalls tritt selbst bei einem Menschen nach 20 Minuten der Tod ein.

Das Gift nehmen die Baumsteigerfrösche durch ihre Nahrung auf, giftige Beutetiere wie zum Beispiel giftige Ameisen, auf, weshalb auch ihre Toxizität in Gefangenschaft abnimmt.

“Blauer Pfeilgiftfrosch”Wie schon erwähnt haben sie ihren Namen Pfeilgiftfrösche erhalten, weil einige Amazonasvölker ihr Gift zur Jagd verwenden. Doch dies ist lediglich mit drei Arten aus der Gattung Blattsteiger möglich.

Ihr knalliges Aussehen soll übrigens ihren Feinden schon von weitem Ungenießbarkeit signalisieren.

Bei diesen faszinierenden Tieren kann man also mit Recht sagen, dass der Schein trügt! :-)

Weitere Infos zu Pfeilgiftfröschen und anderen gibts bei DendroBase.de…    [...mehr]


Autor: Nina

Bolinhos de chuva

In Brasilien sind die Bolinhos de chuva ein beliebter süßer Klassiker. Traditionell werden diese Leckerbissen nur an Regentagen gegessen und heißen deshalb auch übersetzt “Regenbällchen”. Sie sind schnell gemacht und schmecken an Sonnentagen bestimmt genauso gut.

Hierzu braucht man:

  • 2 Eier
  • 3 Tassen Mehl
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 3 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Tasse Milch
  • 1 Prise Salz
  • Öl zum Fritieren

Die Eier, das Mehl, den Zucker, das Backpulver und die Prise Salz gut miteinander vermischen. Danach die Milch langsam unterrühren und den Teig ca. 5 Minuten ruhen lassen.

Mit einem Kochlöffel jeweils ein kleine Teigmenge ins heiße Öl tropfen lassen und fritieren bis die Bällchen goldbraun sind.

Anschließend lässt man die Bolinhos auf einem Küchentuch abtropfen. Je nach Geschmack und Süßschnabelfaktor kann man sie dann noch in Zimt und Zucker wälzen.

Lasst es euch diese kleinen Kalorienbomben schmecken! Aber keine Angst, sündigen ist manchmal erlaubt und sogar erwünscht… ;-)

Tipp: Brasilianische Lebensmittel kann man online bei brasil-shop24.de bestellen.    [...mehr]


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