Beiträge vom: Februar, 2008

Autor: Nina

Kolumbiens Präsident Àlvaro Uribe Vélez © solarÀlvaro Uribe Vélez ist seit August 2002 der amtierende Präsident Kolumbiens. Seine Politik ist weltweit umstritten, wohl auch aufgrund seines Umgangs mit dem Militär und den Guerillagruppen der FARC oder dem Drogenhandel.

Uribe, geboren 1952 in der Kokainhochburg Medellín, hat Rechts- und Politikwissenschaften in Antioquia, Harvard und Oxford studiert. 1976 wurde er Schatzmeister der öffentlichen Betriebe seiner Geburts- und Heimatstadt. In den Jahren ‘77 und ‘78 war er Generalsekretär im kolumbianischen Arbeitsministerium. 1982 wurde er dann zum Bürdermeister von Medellín gewählt und 1995 zum Gouverneur des Départements Antioquia.

Laut Uribe selbst wurde sein Vater 1983 von FARC-Rebellen bei einem Entführungsversuch ermordet. Doch nach einem Bericht der U.S. Defense Intelligence Agency (DIA) sind seine Verbindungen zum Drogenhandel der wahre Grund. Uribe selbst steht auf einer Liste der wichtigsten Drogenhändler Kolumbiens von1991 auf Platz 82. Er soll auch für das Medellìn-Kartell Pablo Escobars, der größte Kokain-Exporteur in den 80er und 90er Jahren weltweit, gearbeitet haben und wurde sogar als “enger persönlicher Freund” des Drogenbarons Escobar bezeichnet.

Wenn man dies weiß, wirken seine Versuche den Drogenhandel und den illegalen Kokaanbau während seiner ersten Amtszeit 2002 bis 2006 offiziell einzudemmen einfach nur scheinheilig.

Ebenso umstritten wie seine Drogenpolitik ist seine Einstellung zum Militär. Während sein Vorgänger Andrés Pastrana Arango versuchte einen Waffenstillstand mit den Guerillagruppen der FARC (ein Beitrag dazu wird folgen) zu erreichen, gilt Uribe als Hardliner im Kampf gegen sie. Er baut auf eine verstärkte Miltärpräsenz.

Protest gegen Uribe © b.wuTrotz allem scheint die breite Öffentlichkeit hinter ihm zu stehen. Doch langsam werden mehr und mehr Proteste laut. Seine Politik wird mit der Bushs verglichen. Spätestens seitdem Journalisten, die in seinem näherern Umfeld recherchieren oder öffentlich Kritik üben, Morddrohungen erhalten und das Land verlassen müssen.

Seine zweite Amtszeit, die er übrigens durch eine Verfassungsänderung erreicht hat, geht noch bis 2010. Man darf gespannt sein! Besonders wie er die Probleme mit den FARC-Rebellen weiterhin zu lösen versucht…

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Autor: Nina

Anden © quinetDie Anden sind mit 7.500 Kilometern Länge die längste Gebirgskette der Welt. Sie verlaufen entlang der südamerikansichen Westküste von Venezuela im Norden über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien bis zum südlichsten Ende Chiles.

Der Aconcagua in Argentinien ist mit 6.962 Metern der höchste Berg der Anden. Die Gebirgskette ist extrem erdbebengefährdet. Wohl auch weil sie ein Ort starker vulkanischer Aktivitäten ist. Hier liegen die höchsten Vulkane der Erde, zum Beispiel der Monte Pissis in Argentinien mit einer Höhe von 6.795 Metern. Postvulkanische Erscheinungen wie Geysire prägen ebenfalls das Landschaftsbild.

Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru © Fran-cis-caDas Klima vom Fuße der Anden bis zu den Gipfeln variiert enorm. So sind die Täler vom dicht bewachsenen tropischen Regenwald gekennzeichnet. Aufgrund des extrem heißen und feuchten Klimas ist dieser Raum nur spärlich besiedelt.

Kommt man weiter nach oben, dünnt sich der Regenwald langsam aus und geht in einen tropischen Höhenwald über, von dem weite Teile aber dem Ackerbau weichen mussten. Dieser Bereich in 2.000 bis 3.500 Metern Höhe ist der Hauptsiedlungsraum der Anden.

Lamas © Fran-cis-caAlles, was höher liegt, befindet sich jenseits der Baumgrenze und wird vor allem als Weideland für die Lamas und Alpakas benutzt. Bei ca. 5.000 Metern beginnt dann die Schneegrenze.

Andenbewohner © blablaurghKulturell unterscheiden sich die Andenvölker sehr von den im Flachland und im Urwald lebenden Einwohnern. Das Zentrum des Inkareiches befand sich im mittleren Teil der Anden und ihre Spuren sind in der heutigen Kultur der Andenbewohner noch sichtbar. Aber am bekanntesten sind sie wohl für ihre von Flöten geprägte Musik.

Reiseunternehmen bieten inzwischen Abenteuertrips durch die Anden an.    [...mehr]


Autor: Nina

Pisco-Schnaps © Pedro Rivaz Ugaz

Sowohl Chile, als auch Peru beanspruchen den Pisco Sour als ihr Nationalgetränk. Aber egal wo dieser Cocktail zuerst getrunken wurde, er schmeckt einfach köstlich und ist genau das Richtige für laue Sommerabende, an denen einen das Fernweh packt.

“Pisco” bedeutet in der indianischen Sprache Vogel und ist auch die Bezeichnung für das Tongefäß, in denen der Pisco-Schnaps früher transportiert wurde.

Es gibt natürlich, wie bei jedem traditionsreichen Rezept, unterschiedliche Macharten. Hier ist nun eine davon:

Ihr braucht dazu:

Limetten © salendron- Pisco (ein Traubenschnaps)

- Limettensaft

- Zuckersirup

- Eiweiß

- Eis

- Angostura (ein Bitterlikör) oder eine Prise Zimt

Mischt drei Teile Pisco, mit jeweils einem Teil Limettensaft und Zuckersirup. Gebt das Eiweiß und das Eis hinzu. Wahlweise kann man das ganze jetzt mit einem Spritzer Angostura oder einer Prise Zimt verfeinert werden.

Gebt das Ganze in einen Shaker oder Mixer und mischt es kräftig durch, so dass das Eiweiß alles schön schaumig macht.

Nun kann man den Pisco Sour nach Lust und Laune anrichten.

Wohl bekomms und viel Spaß beim in die Ferne schweifen!

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Autor: Nina

Christina Fernandez de Kirchner bei Amtseinweihung © wikimedia

Cristina Elisabet Fernández de Kirchner hat am 10. Dezember 2007 das argentinische Präsidentenamt als Nachfolgerin ihres Mannes Néstor Kirchner angetreten und ist so nach vielen Jahrzehnten wieder die erste Frau im argentinischen Präsidentenamt.

Sie ist Mitglied der Peronistische Gerechtigkeitspartei PJ, die man jetzt unter Kirchner als christdemokratisch-sozial einstufen kann (Vergleiche mit unserem Parteiensystem sind eher heikel, soll hier aber dem näheren Verständnis dienen). Kirchner will kontinuierlich an der Politik ihres Mannes festhalten, der die Wahl zu einer zweiten Amtszeit abgelehnt hat.

Cristina Fernández de Kirchner, 1953 in La Plata geboren, hat Rechtswissenschaften studiert und wurde in den siebziger Jahren Mitglied der Peronistischen Partei. Mit der Wahl ihres Mann 1987 zum Bürgermeister von Río Gallegos begann sie selbst sich politisch zu engagieren. Nach dem Einzug in das Regionalparlament von Santa Cruz, vertrat sie die Provinz in der Abgeordnetenkammer des Argentinische Kongresses. Schließlich wurde sie in den Senat gewählt.

Während der Amtszeit ihres Mannes fungierte sie ihm als wichtige Beraterin und war zudem Chefin der Mehrheitsfraktion des Senats. Nach und nach hat ihr Mann sie als seine potentielle Nachfolgerin aufgebaut und sie wurde schließlich mit 45,3% zur neuen Präsidentin Argentiniens gewählt.

Aber ihre Regierung ist im Land durchaus umstritten. Viele Einwohner gingen gar nicht zur Wahl, obwohl dies in Argentinien Pflicht ist, und so kam es zur niedrigsten Wahlbeteiligung seit Wiedereinführung der Demokratie.

Das größte Problem ist wohl, dass das argentinische Parteiensystem extrem zerrüttet ist. Die ehemalige sozialdemokratische Regierungspartei UCR hat nur noch sehr wenige Anhänger und ist somit chancenlos und in der Peronistischen Partei streiten sich rechte und ultrarechte Flügel.

Aber immerhin ist es Néstor Kirchner zu verdanken, dass sich Argentinien langsam beginnt sich von der schwersten Wirtschaftskrise der vergangenen hundert Jahre zu erholen. Doch die Inflation ist nach wie vor sehr hoch und wird wohl Cristina Fernández de Kirchner am meisten Schwierigkeiten bereiten.

Man kann nur hoffen, dass Argentinien mit Frau Kirchner den zwar langsamen, aber aufsteigenden Kurs fortführen kann.

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Autor: Nina

Isabel Allende vor Poster ihres Onkels © flickr / ·Mabel·Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima, Peru geboren. Sie gehört heute zu den berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt und ihre Bücher werden in über 27 Sprachen übersetzt.

Man darf Isabel Allende nicht mit ihrer Namensvetterin und Cousine verwechseln, die in Chile Politikerin ist. Als Nichte von Salvador Allende ist aber auch die schreibende Isabel immer an Politik interessiert.

Sie verbringt ihre Kindheit mit ihren zwei Geschwistern größtenteils in Santiago de Chile. Als sie drei Jahre alt war haben sich ihre Eltern getrennt, so dass die Kinder mit Mutter und Großmutter allein aufwachsen. 1953 heiratet ihre Mutter einen chilenischen Diplomaten und die Familie beginnt in der Weltgeschichte herumzureisen. Isabel geht u.a. in Bolivien und im Libanon zur Schule.

Isabel Allende mit ihren zwei Kindern © flickr / ·Mabel·1962, nach ihrer Rückkehr nach Santiago de Chile, heiratet sie ihren ersten Ehemann Michael Frìas. Ein Jahr später kommt ihre Tochter Paula zur Welt. Die kleine Familie bereist für ein paar Jahre die Welt und lebt kurzzeitig in Brüssel und Genf.

Nach der erneuten Rückkehr nach Chile 1966, wird ihr Sohn Nicolàs geboren. Isabel arbeitet nun als Journalistin, ab den siebziger Jahren auch fürs Fernsehen. Zusammen mit anderen Frauenrechtlern gründet sie die feministische Zeitschrift “Paula”. Außerdem engagiert sie sich für die linke Volksfront-Regierung ihres Onkels Salvador Allende, schreibt eine satirische Kolumne und für eine Filmzeitschrift und ist Herausgeberin eines Kindermagazins.

Sie beginnt nach und nach Stücke und Kindergeschichten zu veröffentlich. Als im Alter von 99 Jahren ihr Großvater im Sterben liegt, beginnt sie ihm Briefe zu schreiben, aus denen sich das Manuskript für ihren Debütroman “Das Geisterhaus” (1981) entwickelt.

1988 trennt sie sich von ihrem Mann und heiratet Willie Gordon, mit dem sie seither in den USA lebt.

Als 1992 ihre Tochter stirbt, schreibt sie ihr zu Ehren ihr Buch “Paula”, das als das emotionalste und sprachlich beste Werk gilt.

Isabel Allende ist eines der bedeutendsten Sprachrohre Lateinamerikas und schafft es immer wieder auf Ungerechtigkeiten in ihrer Heimat aufmerksam zu machen, ohne deren Schönheit zu vernachlässigen.

Weitere Werke von Isabel Allende sind u.a.: “Von Liebe und Schatten” (1984), “Eva Luna” (1987), “Fortunas Töchter” (1998), “Die Stadt der wilden Götter” (2002) und “Im Bann der Masken” (2004).    [...mehr]


Autor: Nina

Capoeirista © flickr / tbondolfi

Südamerika ist nicht gerade für seine Kampfkunst bekannt. Zu unrecht… Der brasilianische Capoeira erfreut sich mehr und mehr auch in unseren Breitengraden großer Beliebtheit.

Wohl keine andere Kampfkunst vereint Kampfsport so dynamisch mit Akrobatik, Musik und Tanz, Kreativität und Improvisation, Rythmus und Reaktionsfähigkeit wie der Capoeira.

Er wurde im 18. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven, die nach Brasilien verschleppt wurden, entwickelt. Da ihnen die Ausübung jeglichen Kampfsports verboten war, tarnten sie die Kämpfe durch Musik und Tanz. Die Rythmen dienten den Sklaven zusätzlich dazu sich gegenseitig unbemerkt vor herannahenden Kolonialherren zu warnen.

Capoeira © flickr /  irene.nobregaDer Capoeira setzt sich aus drei wichtigen Komponenten zusammen: dem Kampf, der Musik und der sogenannten Roda. Jeder Capoeira findet in der Roda statt, einem Kreis aus Capoeiristas und Musikern, die die jeweils zwei Kämpfenden umringen und anfeuern. Die zahlreichen akrobatischen Bewegungen, eingesprungenen und gedrehten Tritte werden von immer wiederkehrenden und schneller werdenden Rythmen begleitet und versetzen die Kämpfer in eine tänzerische Ekstase.

Heute ist der Kampf bei den Capoeiristas wohl eher ein “Spiel” , da sich die Kämpfenden nach Möglichkeit nicht berühren und durch gezielte und überraschende Manöver den Gegner zu überlisten versuchen. Es geht eher um einen ausdrucksstarken Dialog der beiden.

Zuschauern bietet der Capoeira ein beindruckendes akrobatischer Schauspiel, von dessen Rythmen und Feuer man sich gern anstecken lässt.



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Autor: Nina

Maya Pyramide im Nebel © flickr / soyignatiusDie Hochkultur der Maya brachte eine Reihe beeindruckender Bauwerke hervor. Am bekanntesten davon sind wohl die riesigen Tempel und Pyramiden.

Während der Rest der Bevölkerung in Lehmhütten wohnte, waren die Gebäude aus Stein nur den Reichen, also Adeligen vorbehalten. Diese hatten prächtig verzierte Dachsimse und die Fassaden waren mit Tiermotive und Masken dekoriert. Etwas später bekamen besonders die Pyramiden eine weitere Funktion. Auf ihren Spitzen befand sich eine Plattform, auf der die Opferzeremonien abgehalten wurden.

Am erstaunlichsten ist wohl, neben der gelungenen Statik, dass die Maya ihre Bauwerke ohne Zuhilfenahme von Lasttieren oder des Rades (das ihnen wohl bekannt war) erschufen. Das Material wurde allein von Menschehand, meist von Sklaven, herbeigeholt und an seinen Platz gebracht!

Teil Tempelanlage © flickr / jimg944Die Rituale und das gesellschaftliche Leben der Maya waren sehr von den wiederkehrenden Zyklen der Natur abhängig. Diese hielten sie in numerischen Kalendern fest, die von den Priestern interpretiert wurden. Sie hatte vier verschiedene Kalendersysteme, die auch teilweise miteinander kombiniert wurden. Einer davon richtete sich nach der Sonnen und bestand aus 365 (!) Tagen mit 18 Monaten zu je 20 Tagen, zu denen noch zusätzlich fünf Unglückstage kamen. Die Berechnung der astronomischen Daten hierbei ist erstaunlich.

Ach ja, die Maya haben laut ihren Kalendern den Untergang der Welt durch eine riesige Überschwemmung auf den 21. Dezember 2012 datiert… :-)

Nichtsdestotrotz waren die Maya eine faszinierende Hochkultur, die uns heute noch in ihren Bann zieht. In diesen vier kurzen Beiträgen kann man ihnen kaum vollkommen gerecht werden. Aber ich hoffe ich konnte eure Neugier ein wenig anstacheln.

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Autor: Nina

Moais © flickr / Phillie Casablanca

Die Osterinsel gehöhrt zu Chile und liegt ungefähr 3500 km von der chilenischen Küste entfernt im Ostpazifik. Seit 1995 ist sie, oder besser gesagt ihr Nationalpark Rapa Nui, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Insel ist eine der artenärmsten weltweit. Da sie nie zu einer kontinentalen Landmasse gehörte, gibt es dort noch nicht einmal 30 verschiedene Samenarten. Erst der Mensch hat Nutzpflanzen mitgebracht und angefangen diese dort zu kultivieren.

Moai am Strand © flickr / Phillie CasablancaSeit der Besiedlung gibt es hier nicht einmal mehr zehn Vogelarten und Säugetiere wurden von den Menschen komplett eingeführt. Bis heute ist es unklar wie und wann genau die ersten Menschen auf die Insel kamen (man schätzt ungefähr um 1000 n. Chr.). Die ersten Europäer besiedelten das Eiland erst Ende des 17. Jahrhunderts.

Der Tourismus hat sich auf der Osterinsel erst seit 1967 langsam etabliert. Man erreicht sie ausschließlich per Flugzeug von Santiago de Chile oder Tahiti aus. Das hat aber auch den Vorteil, dass man hier wirkliche Abgeschiedenheit fern vom Tourismusstress in kleinen Privatpensionen oder Hotels finden kann.

Osterinsel zwischen gestern und heute © flickr / Mike Licht, NotionsCapital.comAm berühmtesten ist die Osterinsel aber wohl für ihre einzigartigen Steinstatuen, die sogenannten Moais. Die Wissenschaftler streiten sich heute immer noch um den eigentlichen Zweck dieser mysteriösen Riesen aus Stein. Man nimmt an, dass sie nicht älter als 1500 Jahre alt sind und einem Ahnenkult dienten. Sie stellen konkrete Personen dar, die vielleicht gestorbene Vorfahren oder berühmte Häuptlinge darstellen sollen. Jeder Moai steht auf einem Podest, das an eine Zeremonialplattform erinnert, wie man sie aus der polynesischen Kultur kennt.

Die Osterinsel ist deshalb so faszinierend, da man nur sehr wenig über sie weiß. Man kann sich der geheimnisvollen Atmosphäre der Moais hingeben oder einfach die Ruhe der Insel genießen.

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Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatius Die Maya waren in einzelnen Stadtstaaten organisiert, wobei die Herrschaftsformen regional variierten. Einige Städte wurden von einem König regiert, den meisten aber standen Adelsfamilien vor.

An manchen Orten dominierte eine Familie, anderswo teilten sich mehrere Adelige die Ämter. Letztere Organisationsform erinnert an die Polis im alten Griechenland.

In den unteren Schichten hatten sich teilweise sogar demokratische Formen gebildet, wie die Wahl eines Vertreters für die unteren Stände.

Das Kriegswesen spielte bei der Politik eine tragende Rolle. Hierbei ging es meist weniger darum das Gebiet zu vergrößern, als die Regierung des Feindes durch untergeordnete Könige oder Adelige zu ersetzen. Die neue Stadt wurde also nicht dauerhaft erobert, sondern nur durch “untergebene Könige” von der eigenen abhängig gemacht. Dieses System war logischerweise sehr brüchig und bot sehr schnell Gründe für neue Kriege.

Maya Pyramide © flickr / kyle simourdEin weiterer wichtiger Punkt bei den Kriegen der Maya war aber das Prestige, das Teilnehmende sich verdienen konnten.

Am bedeutendsten aber waren wohl die Kriegsgefangenen, die den Göttern als Menschenopfer dargebracht wurden. Ob dieses religiöse Ziel vielleicht sogar der alleinige Hauptgrund für die Auseinandersetzungen war, ist noch nicht vollständig bewiesen.

Die Politik in den einzelnen Stadtstaaten der Maya war also sehr vielfältig und für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Der Handel zwischen den Städten blüte und wurde trotz oder gerade wegen des Systems des “Unterkönigs” konstant ausgebaut.

…Fortsetzung siehe Teil 4…    [...mehr]


Autor: Nina

Feijoada © flickr / allaboutgeorge

Als das Essen in Brasilien gilt sicherlich das Feijoada. Und wie das bei Nationalgerichten so ist macht es jeder Brasilianer ein bisschen anders. Hier also eine Rezeptvariante:

1 kg Schwarze Bohnen
ersatzweise Wachtelbohnen oder Kidneybohnen

200 g Kassler

200 g Speck, geräuchert
durchwachsen

200 g Wurst (Debreziner,Cabanossi)

300 g Schweineklein (-ohren,
-füsse, -backen)

400 g Schweinefleisch; gewürfelt

3 Zwiebeln

5 Knoblauchzehen

2 Lorbeerblätter

1 Bund Korianderblätter

1 Prise Cumin (Kreuzkümmel)

Salz und Öl

Die Bohnen waschen und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Tag das Wasser ausschütten und die Bohnen mit frischem Wasser im Schnellkochtopf 20 Minuten kochen. Das Schweineklein kann ebenfalls im Schnellkochtopf mitgekocht werden.

Das übrige Fleisch, der Speck und die Wurst in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch würfeln und im Öl glasig braten. Das Fleisch und den Speck dazugeben und kross braten.

Die Bohnen mit ein wenig Kochflüssigkeit dazugeben, ebenso wie das Schweineklein und die Wurst. Alles mit Salz und den Lorbeerblättern abschmecken. Das alles nun bei schwacher Hitze mindestens eine Stunde köcheln lassen.

Am Schluss mit gehackten Korianderblättern und Cumin würzen.

In Brasilien wird das Feijoada mit Orangenscheiben, Couve (Grünkohl), Farofa (geröstetes oder angemachtes Maniokmehl), brasilianischem Reis und Molho de Pimenta (scharfer Pfeffersauce) gegessen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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